70 Feuerwehrleute kämpften am Dienstagabend gegen ein Feuer, das das Dachgeschoss eine Wohnhauses in Gaxel komplett zerstörte. © Stefan Grothues
Feuerwehreinsatz

Mit Video: Wohnhaus in Gaxel stand lichterloh in Flammen

Lichterloh in Flammen stand am Dienstagabend ein Wohnhaus in Gaxel. 70 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer. Der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

Kurz nach 21 Uhr am Dienstagabend ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. „Brennende Waschmaschine“, so lautete eine erste Einsatzmeldung. Ein Bewohner des Hauses hatte einen Brandmelder im ersten Obergeschoss gehört und die Feuerwehr alarmiert. „Unterwegs konnten wir schon den Feuerschein am Himmel sehen“, berichtet Einsatzleiter Christian Nienhaus.

Mit der Drehleiter wurde ein Löschangriff im Dachbereich gestartet.
Mit der Drehleiter wurde ein Löschangriff im Dachbereich gestartet. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Als die Feuerwehrleute am Brandort eintrafen, brannte das Haus schon lichterloh. „Die Flammen schlugen aus dem Dach“, so Christian Nienhaus. Der Bewohner, der zum Zeitpunkt des Brandes alleine zu Hause war, hatte sich schon in Sicherheit gebracht.

Wegen des Ausmaßes des Brandes wurde schon wenige Minuten nach Eintreffen des Löschzugs Vreden Wehralarm ausgelöst. Nun rückte auch der Löschzug Ammeloe aus. Rund 70 Feuerwehrleute waren am Ende im Einsatz.

Feuerwehr rettet Hund aus dem brennenden Haus

Mit der Drehleiter und mehreren Löschtrupps an C-Rohren nahmen die Feuerwehrleute den Kampf gegen das Feuer auf. Ein Trupp versuchte einen Löschangriff von innen und rettete einen Hund vor den Flammen, die sich vor allem im Obergeschoss ausgebreitet hatten.

Die Feuerwehr versucht, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

Der Innenangriff musste aber schon bald abgebrochen werden. „Die Gefahr war einfach zu groß. Wir wussten nicht, ob der Dachstuhl noch lange hält“, so der Einsatzleiter. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach bildete schließlich eine zusätzliche Dachlast, erklärte Nienhaus.

Ursache des Brandes ist noch unklar

Die Photovoltaikanlage erschwerte auch den Löschangriff von außen, und das aus zweierlei Gründen. Zum einen mussten sich die Feuerwehrleute vor möglichen elektrischen Schlägen in acht nehmen. Zum anderen, so Nienhaus, bildete die Photovoltaikanlage eine „zweite Dachhaut“, die den Feuerwehrleuten den Zugang zu den Flammen erschwerte.

Rund 70 Feuerwehrleute der Löschzüge Vreden und Ammeloe waren am Dienstagabend in Gaxel im Einsatz.
Rund 70 Feuerwehrleute der Löschzüge Vreden und Ammeloe waren am Dienstagabend in Gaxel im Einsatz.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. „Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte die Brandursache einen technischen Hintergrund haben“, heißt es in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Der Bewohner des Hauses habe Flammen in einer Lüftungsanlage gesehen, die er nicht mehr eigenständig löschen konnte.

Der Dachstuhl des Einfamilienhauses brannte bis auf die Grundmauern runter. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 250.000 Euro. Das Wohnhaus ist nach dem Brand nicht bewohnbar. Vorsorglich schaffte die Feuerwehr auch ein Notstromaggregat herbei, um die Stromversorgung für einen nahen Rinderstall zu sichern.

Nach über einer Stunde entspannte sich die Lage für die Feuerwehrleute ein wenig. © Stefan Grothues © Stefan Grothues
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