„Lieblingsgericht": Ilse Langer aus Vreden (60) kochte bei der ZDF-Kochshow "Küchenschlacht" eines der Lieblingsgerichte ihrer Familie. Fischragout mit Kartoffelpüree. Für die Redaktion zeigte Ilse Langer, wie einfach und schnell – in einer guten halben Stunde ist alles fertig – das Gericht zuzubereiten ist. © Anne Winter-Weckenbrock
Hobbyköchin

Mit Videos: Küchenschlacht-Champion Ilse Langer kocht ihr Lieblingsgericht

Eine Staffel „ZDF-Küchenschlacht“ hat sie schon gewonnen. Ab dem 16. November ist Ilse Langer wieder beim Kochen im Fernsehen zu sehen. Sie gibt Tipps für ein einfaches, leckeres Gericht.

Ilse Langer hat schon immer gerne gekocht. Schon als Kind und Jugendliche, als sie und ihre Schwester ihrer berufstätigen Mutter beim Kochen für die siebenköpfige Familie halfen. Die Vredenerin kocht aber nicht nur gerne, sondern auch gut. So gut, dass sie die jeweils einwöchige ZDF-Küchenshow „Küchenschlacht“ als Siegerin abschloss. Und nun zur „Champions-Woche“ antrat. Ab Montag, 16. November, wird diese Staffel ausgestrahlt.

Ilse Langer ist ab 16. November wieder in der Küchenschlacht zu sehen

Wie es im Vergleich unter den Wochensiegern gelaufen ist, darf die Vredenerin noch nicht verraten. Aber wie das Gericht, mit sie als spätere Siegerin zum ersten Mal montags in die Show startete, gelingt – das verrät sie dem Besuch von der Redaktion. Ein einfaches, schnelles und trotzdem lecker-raffiniertes Gericht, das auch in ihrer Familie immer gut ankommt.

Denn ihren Mann und ihre mittlerweile erwachsenen drei Kinder hat die Vredenerin, die hauptberuflich im Café des St.-Marien-Hospitals beschäftigt ist, auch immer lecker bekocht. Und sie weiß, dass manchmal schnelle Gerichte vonnöten sind im Familienalltag. „Es müssen ja nicht immer Fischstäbchen sein“, dachte sie sich vor Jahren, als sie das Rezept für das Fischragout entdeckte.

ZUTATEN FISCHRAGOUT (2 PERSONEN)

200 Gramm (g) Schellfisch, 1 Salatgurke, 1 Ziebel, frischer Zitronensaft, 15 g Margarine, 10 g Mehl, 65 g Crème fraiche, 1 Teelöffel körniger Dijonsenf, ca 125 ml Gemüsebrühe, ein halbes Bund Dill, Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle.

Ihre Familie war es auch, die für den Auftritt der Vredenerin im ZDF sorgte. Denn: „Wenn ich von der Frühschicht komme, nehme ich mir einen Kaffee, lege die Füße hoch und gucke gerne die Küchenschlacht“, erzählt sie. Und meckert schon mal. Wenn die Hobbyköche am Ende einen verschmierten Teller abgeben zum Beispiel. Ilse Langer schüttelt verständnislos mit dem Kopf.

Nelson Müller als Moderator hat Ilse Langer sich gewünscht

Ihre Kommentare von der Couch blieben der Familie nicht verborgen. Vor ihrem 60. Geburtstag leiteten ihr Mann und ihre Kinder alles in die Wege: Sie sollte bei der Küchenschlacht teilnehmen, und zwar mit Nelson Müller als Moderator. Den, so hatte sie sich mal entlocken lassen, findet sie am besten. Das Ratespiel zum Geburtstag hatte „Küchenschlacht“ als Lösungswort. „Super, dann kann ich in der ersten Reihe meckern“, sagte sie. Von wegen erste Reihe: Es ging an den Herd.

Von der Aufzeichnung der Show in Hamburg kann sie noch heute begeistert erzählen. Natürlich war alles wegen Corona etwas anders. Ihr Mann Klaus durfte sie zwar nach Hamburg begleiten, aber nicht mit ins Studio. „Wir haben ja auch ohne Publikum gekocht“, sagt Ilse Langer. Mit den anderen Kandidaten saß sie, mit Abstand und Mundschutz, im VIP-Raum.

„Dann wurde gerufen ‚Ilse zur Maske‘. Da habe ich mich erst gar nicht angesprochen gefühlt“, erzählt sie lachend. Eine solche Produktion mitzuerleben und dann noch zu gewinnen – „eine tolle Erfahrung“, schwärmt die Vredenerin.

Dann ging es an einem Montag zum ersten Mal an den Kochblock im Studio. Ihre Liste, auf denen sie zur Sicherheit ihre Arbeitsschritte in der Reihenfolge notiert hatte, dabei. „Es sind wirklich 35 Minuten Zeit, nicht mehr“, betont Ilse Langer. Und dann kommt der Moderator zwischendurch vorbei, spricht einen an und „bringt einen aus dem Konzept.“

Kochen vor der Kamera: „Ich war jedes Mal so nervös“

Wenn sie heute die Folgen aus der Mediathek guckt, muss sie zugeben, dass sie ganz souverän rüberkommt. „Ich habe geschwitzt. Ich war jedes Mal so nervös“, verrät sie. Ob Nelson Müller ihr Tipps gegeben hat oder was die anderen gekocht haben, hat sie gar nicht so mitgekriegt: „In der kurzen Zeit ist man konzentriert bei der Sache.“

Auch mit dem Herd musste sie sich anfreunden, machte öfter mal die falsche Platte an oder aus. „Wenn ich die Sendung jetzt gucke, sehe ich, dass es anderen auch so geht“, sagt sie. Aber jeden Tag ging es etwas besser, routinierter zu. Sie kochte zwei Mal selbst mitgebrachte Rezepte, aber dann zum Beispiel ein Gericht aus einem Warenkorb und am letzten Tag nach einem Rezept von Nelson Müller.

ZUTATEN KARTOFFELPÜREE (2 PERSONEN)

4 Kartoffeln, 250 ml Milch, 1 Stück Butter, frisch geriebene Muskatnuss, Salz

Rote Beete, Meerrettich und Fenchelknolle im Warenkorb – das war durchaus eine Herausforderung. Aber: Der Jurorin Cornelia Poletto schmeckte, wie Ilse Langer ein Menü draus zauberte. Zum Video der Sendung geht es hier (verfügbar bis März 2021). Und wieder kam sie weiter – bis ins Finale, wo sie den Zwei-Sterne-Koch Karlheinz Hauser als Juror mit rosa gebratenen Hirschrücken, Steinpilzen und Rahmwirsing beeindruckte. Und das Selleriepüree, das gar nicht Ilse Langers Fall ist, lobte er besonders.

Im Video: Ilse Langers Tipps für ein lockeres Kartoffelpüree

Sie ist Expertin für lockeres Kartoffelpüree. „Bloß nicht aus der Tüte!“, sagt sie energisch. Sie schneidet Kartoffeln klein, gart sie 10 bis 15 Minuten. Und noch eine eiserne Regel: „Die Milch und die Butter mache ich warm. Im Topf – nicht in der Mikrowelle“. Frisch geriebener Muskatnuss ist auch ein Muss, findet sie.

Für das Fischragout empfiehlt Ilse Langer Schellfisch- oder Seelachsfilet. Dass eine entkernte und klein geschnittene Salatgurke in die Pfanne kommt und gebraten, ist im Münsterland eher selten. „Aber es lohnt sich“, empfiehlt die Vredenerin.

Das Rezept in Bildern: Fischragout

Fotostrecke

Ilse Langers Fischragout – Schritt für Schritt

Der Hamburger Zwei-Sterne-Koch Christoph Rüffer war auf jeden Fall angetan vom Fischragout und vor allem vom Kartoffelpüree: „Eine Wonne“.

Im Video: Was beim Fischragout zu beachten ist

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Anne Winter-Weckenbrock

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