Mitarbeiter von Schmitz Cargobull trainieren ihre Fitness während der Arbeitszeit

Gesundheitsvorsorge

Auszeichnung für Schmitz Cargobull: Für sein Betriebliches Gesundheitsmanagement hat das Vredener Unternehmen als erste Firma das Deutsche Siegel Unternehmensgesundheit in Gold erhalten.

Vreden

, 23.10.2018, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mitarbeiter von Schmitz Cargobull trainieren ihre Fitness während der Arbeitszeit

Tom Fröhlich (Viactiv) lässt sich von Silke Terhechte helfen, nachdem er die Auszeichnung an Michael Timmermann übergeben hat. © Victoria Thünte

Manuel Terhürne nimmt für das Pressefoto auf dem Sportgerät Platz – in Jeans, Hemd und Sakko. Doch ganz so ungewöhnlich, wie man denken könnte, sei dieser Anblick gar nicht, sagt der Betriebsratvorsitzende bei Schmitz Cargobull. Denn die Mitarbeiter dürfen die Sportgeräte im Gesundheitskoffer (GeKo) in Arbeitskleidung und während ihrer Arbeitszeit nutzen. Das von Schmitz Cargobull entwickelte mobile Fitnessstudio steht zwei Mal pro Woche am Werk in Vreden.

Mitarbeiter von Schmitz Cargobull trainieren ihre Fitness während der Arbeitszeit

Manuel Terhürne „trainiert“ im Sakko – kein ungewöhnlicher Anblick bei Schmitz Cargobull., © Victoria Thünte

Trainerin Silke Terhechte erklärt, wie es funktioniert: „Beim ersten Mal vermessen wir die Wirbelsäule und bewerten so die Rückengesundheit. Wenn die schlecht ist, darf der Mitarbeiter während seiner Arbeitszeit hier trainieren, zunächst zwölf Mal.“ Doch auch alle anderen Mitarbeiter dürfen das Angebot nutzen, müssen für die halbe Stunde Trainingszeit allerdings ausstempeln.

Wechsel wie am Fließband

Die Fitnessgeräte sind in einem Schmitz-Cargobull-Auflieger untergebracht. Lang und schmal ist der Raum deswegen, durch mehrere Fenster auf beiden Seiten aber durchaus lichtdurchflutet. Zu Beginn jeder Trainingseinheit geht es für vier Minuten auf das Fahrrad. „Danach geht es im Minutentakt von Gerät zu Gerät. Das kennen die Mitarbeiter ja auch so aus der Produktion“, sagt Werksleiter Michael Timmermann schmunzelnd. Aber: „Ins Schwitzen kommt hier niemand.“ Schließlich sollen die Mitarbeiter nach dem Training weiterarbeiten und nicht erst duschen oder die Kleidung wechseln müssen. Rund 1500 Personen haben in dem GeKo schon trainiert. „Die hätten wir nie ins Fitnessstudio bekommen. Das Ziel war also, die Hemmschwelle möglichst niedrig zu halten“, sagt Manuel Terhürne.

Erstes goldenes Siegel

Das mobile Fitnessstudio ist nur ein Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, für das das Unternehmen jetzt eine Auszeichnung bekommen hat. Als erstes Unternehmen überhaupt hat Schmitz Cargobull das Deutsche Siegel Unternehmensgesundheit (DSUG) des BKK Dachverbandes in Gold erhalten. „Das Unternehmen konzentriert sich nicht nur auf eine Säule, sondern hat ein umgassendes Gesundheitsmanagement. Das ist in dieser Form sehr selten“, sagt Verena Kochs von der Krankenkasse Viactiv, die die Zertifizierung und Prüfung durchgeführt hat.

Mitarbeiter von Schmitz Cargobull trainieren ihre Fitness während der Arbeitszeit

Schmitz hat das Gesundheitssiegel Gold bekommen, unter anderem für das mobile Fitnesstudion, den GeKo. © Victoria Thünte

Bei Schmitz Cargobull gibt es 14 Sportgruppen (unter anderem Badminton, Schwimmen und Mountainbike), Anti-Stress-Training, Ferienbetreuung für Kinder, Entspannungssessel, Obsttage und Sozialberatungen.

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