Comedy-Show im Dornbusch: Gelungener Auftakt nach Corona-Zwangspause

mlzComedy Mixed Show

Comedy und Biergenuss in Gesellschaft. Nach Wochen der Isolation hätte der erste geöffnete Abend in der Gaststätte zum Dornbusch wohl weder für Gäste noch für den Wirt besser laufen können.

Vreden

, 01.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Warme Abendsonne und ein kühles Bier mit Freunden in einem netten Biergarten. Diese sonst so normalen Sommerabende haben viele in den letzten Wochen vermisst. Kein Wunder also, dass sich 85 Gäste angemeldet hatten, um beim ersten geöffneten Abend seit der Corona-Zwangspause in der Gaststätte zum Dornbusch in Vreden dabei zu sein.

„Man merkt einfach, die Leute wollen wieder raus“, sagt Sandra Ostendarp, die mit ihrem Mann Thomas die Gaststätte führt. „Und wir wollen auch endlich wieder“, ergänzt sie und lacht. Deshalb hat sich das Wirtspaar für die kommenden fünf Wochen ein besonderes Programm für ihre Gaststätte überlegt. Und auch wenn die Comedy Show am Freitag gut ankommt, wird am Ende deutlich, dass es den Gästen eigentlich auf etwas anderes ankommt.

Vielseitiges Programm

„Nicht nur für die Gastronomie, sondern auch für uns ist es Zeit, mal wieder rauszukommen“, meint Oliver Thom, der die Comedy-Show organisiert hat. Mit drei Solo-Künstlern aus Köln und Ochtrup ist er angereist.

Die Tische sind voll, einige haben in gemütlichen Strandkörben Platz genommen und sitzen schon eine Weile hier, als Gerd Buurmann aus Köln um 20 Uhr den Anfang macht. Sein Programm mit Erinnerungen an die 80er stößt beim Publikum auf offene Ohren und so schallen schon bald die ersten herzhaften Lacher durch den Biergarten.

Die Arabisierung des Abendlandes

Amjad ist der zweite Künstler und glücklich, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. „Der Applaus ist für mich wie Brot, das habe ich in der Corona-Zeit ganz schön vermisst.“ Das Leben als Ausländer in Deutschland, die Zweideutigkeit der deutschen Sprache und ein Hauch Selbstironie, das sind seine Themen. Amjad mausert sich mit Auszügen aus seinem Programm „Radikal witzig – die Arabisierung des Abendlandes“ schnell zum Publikumsliebling.

Comedian Amjad mauserte sich schnell zum Publikumsliebling.

Comedian Amjad mauserte sich schnell zum Publikumsliebling. © Christin Lesker

Und auch Thomas Schlosser als Dritter im Bunde sorgt für etliche Lacher an diesem Abend. „Es ist super, einfach schön“, findet Sandra, die mit ihrem Mann und zwei Freunden hier ist. Und doch wird schnell klar, dass es den Gästen unabhängig vom Programm vor allem auf eins ankommt.

Endlich wieder raus

„Es ist schön, dass man endlich mal wieder raus darf“, meint Zuschauerin Marion. „Einfach ein bisschen Normalität genießen“, ergänzt ihr Mann Robert. Und darüber freuen sich auch die Gastwirte. „Natürlich ist es anders als sonst, aber es läuft super“, findet Inhaberin Sandra Ostendarp.

Wie auch heute gilt an den kommenden Programm-Abenden das Motto: „Volle Stühle für die Künstler“, die vom Geld für die Stuhl-Reservierungen profitieren. Und nach diesem Auftakt und derart motivierten Gastgebern und Gästen ist wohl auch in den nächsten fünf Wochen mit einem vollen Biergarten und toller Stimmung zu rechnen.

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