Musikevent des Männerchors zum Jubiläumskonzert

Musikalisches Jubelfest

Ein grandioses Musikevent präsentierte der Vredener Männerchor unter Leitung von Kurt-Ludwig Forg zusammen mit dem Harmonie-Orchester der "Königlich Winterswijkschen Orchestervereinigung" unter Leitung von Hendry van Loo bei ihrem 25. Jubiläums-Neujahrskonzert. Das fand am Sonntag im restlos ausverkauften Theater- und Konzertsaal statt.

VREDEN

von Susanne Dirking

, 12.01.2016, 00:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorsitzender Manfred Müller begrüßte die Gäste, unter ihnen Bernhard Tenhumberg (MdL, CDU), Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch und Bernd Kemper von der Stadt Vreden sowie Willy Huvers vom Chorverband Westmünsterland und vor allem die niederländischen Nachbarn. Das Repertoire der Sänger beim "Silbernen" reichte von klassischer Chorliteratur bis hin zur heiteren Muse und begann mit einem Rückblick des Ehrenvorsitzenden Bernd Wessels auf das erste Neujahrskonzert. Mit treffenden Worten schilderte er, wie es trotz anfänglicher Skepsis möglich war, ein Konzert des Männerchores auf den Sonntagmorgen zu verlegen. Dabei seien die 500 Karten im Nu vergriffen gewesen, erinnerte er.

Mit wienerischen Walzerklängen begann der Pianist Christoph Vatheuer den Konzertmarathon am Flügel, und der Chor sang sich mit dem unsterblichen "An der schönen blauen Donau" gleich in die Herzen des Publikums. Dann entführten die Sänger in die Opernwelt Verdis mit dem "Gefangenenchor" und "Erhebt das Glas".

Schauspielerisches Talent

"Wir fahren jetzt nach Amerika" kündigte ein Zigarre paffender amerikanischer Manager an, mit dem Moderator Tim Slaba sein schauspielerisches Talent aufblitzen ließ und sprach von einem wahren Geldregen bei den Auftritten des Männerchores mit den zündenden Melodien von Leonard Bernstein am Broadway. Aus dem Hintergrund der ansprechenden Kulisse kommentierte Moderatorin Annette Menke die Konzert-Reise.

Zum Mitsingen animiert

Feurig und schwungvoll gesungen folgten "Es grünt so grün", "Hello Dolly" und feierlich die Hymne "God save the Queen", wobei diese - gespielt von Maria Gesing - "höchstpersönlich" und von Applaus begleitet ihren Auftritt hatte. Zurück in die Heimat ging es mit dem Lied "Kein schöner Land in dieser Zeit", bei dem Kurt-Ludwig Forg das Publikum zum Mitsingen animierte. Herzerfrischend sang der Männerchor Schlager und Popsongs der zwanziger bis achtziger Jahre. Ein Highlight war "Haus am See" mit Reinhard Menke am Dirigentenpult.

Nach der Pause musizierten die Xylophon- und Schlagwerkgruppe unter Leitung von Emile Laarveld Melodien aus Film und Klassik. Eine glänzende Vorstellung gelang dem großen Harmonie-Orchester mit einem Medley aus dem Musical "Elisabeth", dem "Slavischen Tanz" von Dvorak und einem Thema aus Tschaikowskys "Nussknacker".

Eine tadellose Gemeinschaftsleistung zeigten Chor und Orchester bei Wagners "Matrosenchor" aus dem "Fliegenden Holländer" und "Conquest of Paradise". Ein großes Musikwerk von Jan van der Roost war "Grimm’s Fairytale Forest", bei dem die Blasmusiker die ganze Bandbreite ihres musikalischen Könnens zeigten.

In Generals-Montur

Hinreißend sangen und musizierten der Männerchor und das Orchester den unsterblichen "Radetzky-Marsch", in der Montur eines Generals dirigiert von Reinhard Menke. Das Publikum klatschte begeistert im Takt und feierte Sänger und Musiker mit stehenden Ovationen und langem Applaus für ein mehr als dreistündiges Jubiläumskonzert.

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