Netto an der Ottensteiner Straße in Vreden möchte erweitern – doch es gibt ein Problem

mlzEinzelhandel in Vreden

Fast alle Supermärkte in Vreden wollen erweitern. Auch der Netto an der Ottensteiner Straße will größer werden. Doch es gibt ein grundlegendes Problem mit den Plänen.

Vreden

, 02.01.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch ein Supermarkt in Vreden möchte erweitern. Der Netto an der Ottensteiner Straße hat den Politikern entsprechende Pläne vorgelegt. Ein klares Ja oder Nein gab es für die Ideen jedoch noch nicht.

Simon Laschkowski, Gebietsleiter Expansion bei Netto, stellte die Pläne im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vor. 799 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es in dem Gebäude zurzeit, geplant ist eine Erweiterung auf 1050 Quadratmeter. „Wir bieten in dem Markt rund 5000 Artikel an, die wir auf der Fläche jedoch nicht mehr zeitgemäß präsentieren können“, erklärte Simon Laschkowski.

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Das Sortiment soll bei der Erweiterung gleich bleiben, weder wachsen noch schrumpfen. „Der Markt hat keinen großen Non-Food-Bereich, das soll sich auch nicht ändern“, sagte Simon Laschkowski.

Netto war an der Stelle nie gewollt

Trotzdem gibt es mit den Erweiterungsplänen ein grundlegendes Problem. Denn wenn die Verkaufsfläche größer wird als 1000 Quadratmeter, – und genau das ist ja geplant – gilt der Markt als großflächig. So ein großflächiger Einzelhandelsbetrieb aber ist auf dem Grundstück nicht zulässig.

Netto an der Ottensteiner Straße in Vreden möchte erweitern – doch es gibt ein Problem

Auch der Eingangsbereich soll umgebaut, der Markt komplett modernisiert werden. © Markus Gehring

Eigentlich ist auf dem Grundstück sogar generell Einzelhandel verboten. „Der vorhandene, nicht großflächige Markt musste allerdings aufgrund einer im Aufstellungsverfahren fehlerhaft erlassenen Veränderungssperre 2010 genehmigt werden“, schreibt die Verwaltung in einer Sitzungsvorlage.

Gewollt war der Netto von der Verwaltung und den Politikern also nie. Doch vor dem Verwaltungsgericht haben die Beteiligten einen Vergleich geschlossen. 799 Quadratmeter Verkaufsfläche wurden zugelassen.

Anbau im hinteren Teil des Gebäudes

Nun also möchte der Markt-Betreiber erweitern. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben“, meinte Simon Laschkowski. Dazu ist ein Anbau an den hinteren Teil des Gebäudes geplant. Außerdem möchte der Betreiber den bestehenden Teil komplett sanieren, umbauen und auf den neuesten Stand bringen.

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Der Eigentümer des Grundstücks plant zudem einen Getränkehandel in einer angrenzenden Gewerbe-Immobilie. Das Gebäude muss dafür nicht erweitert werden. Der Getränkemarkt wäre von der Karl-Benz-Straße aus erreichbar.

Weitere Supermärkte in Vreden wollen erweitern

Im Fachausschuss stellten die Kommunalpolitiker einige Detailfragen zu den Planungen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Denn es muss noch geprüft werden, ob die Erweiterungspläne überhaupt mit den landesplanerischen Vorgaben in Einklang gebracht werden können. Das prüft zurzeit auch der Anwalt des Antragsstellers.

Außerdem wollen in Vreden noch weitere Supermärkte erweitern. Der K+K an der Ottensteiner Straße hat einen entsprechenden Antrage gestellt, der Aldi an der Wüllener Straße baut gerade neu. Auch der Aldi und der K+K an der Straße Up de Hacke wollen sich vergrößern, genau wie der Lidl an der Winterswyker Straße.

All diese Erweiterungswünsche sollen nun im Prozess zur Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes geprüft werden.

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