Neue Turbine soll Energie besser nutzen

Klärwerk Vreden

Die alten Blockheizkraftwerke haben ausgedient: Neue Technik mit höherer Effizienz sollen auf der Kläranlage in Ellewick Einzug halten. Die Verwaltung hat den Werksausschuss und die Gesellschafterversammlung jetzt über die Hintergründe der anstehenden Investition ins Bild gesetzt.

VREDEN

, 12.11.2014, 12:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Kläranlage in Ellewick

Die Kläranlage in Ellewick

Ein Blick auf den Faktor Strom: Davon haben die Blockheizkraftwerke im Schnitt der vergangenen neun Jahre rund 285000 Kilowattstunden jährlich erzeugt. Der Bedarf der Kläranlage liegt deutlich höher – bei rund 815 000 Kilowattstunden im Jahr. Die Notstromversorgung stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Punkt dar. Denn die muss sicher sein und stabil funktionieren – habe sie aber nicht, so die Verwaltung. Abschied nehmen heißt es wohl von einer Idee, die für die Abdeckung des restlichen Strombedarfs im Raum stand. Die geplante Windkraftanlage dürfte sich bei näherer Betrachtung wirtschaftlich gesehen nicht rechnen. Denn die Grundlage dafür stellt sich offensichtlich anders dar, als zunächst gedacht: Um eine privilegierte Anlage genehmigt zu bekommen, müssen 50 Prozent der erzeugten Energie in den eigenen Verbrauch fließen.

Den decken aber zum Teil auch schon die Blockheizkraftwerke, und dieser Anteil ist einzurechnen. Somit bliebe nur noch ein schmaler Anteil, der wiederum zu einer derart kleinen Windkraftanlage führen würde, dass kein marktgängiges Modell in Frage komme. Das Konzept für die Zukunft lautet nun, eine Mikroturbine anzuschaffen. Sie könnte die Blockheizkraftwerke ersetzen – und einen Wirkungsgrad von rund 30 Prozent erreichen. Auch erhöht sich damit der Anteil an Eigenstrom. Die Versorgung mit Notstrom soll ein neues Dieselaggregat sichern. Damit könnte gleichzeitig die alte Propangasanlage aufgegeben werden. Je nach Variante fallen laut Gutachter insgesamt Kosten zwischen 450 000 und 510 000 Euro an.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt