Neuer Bürgerbus stellt Verein vor Probleme: Der alte Fahrplan ist nicht mehr einzuhalten

mlzBürgerbusverein

Das neue Fahrzeug des Bürgerbusvereins Vreden wurde im Rahmen des Sommerfest vorgestellt. Die Hebebühne im Kofferraum zwingt den Verein in Zukunft den Fahrplan zu ändern.

Vreden

, 01.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 30 Jahren besteht der Bürgerbusverein Vreden und täglich fahren die 39 Fahrerinnen und Fahrer eine Strecke von 500 Kilometer. So bekamen sie am Samstag bei ihrem jährlichen Sommerfest schon das achte Fahrzeug überreicht. „Insgesamt 600.000 Kilometer legen wir mit einem Bus zurück, ehe wir ein neues Fahrzeug bekommen,“ berichtete der Vorsitzende des Vereins Egbert Terhürne am Samstag bei der Vorstellung des neuen Bürgerbusses. Mit dem benötigten Umbau kostet der Bus knapp 70.000 Euro. 50.000 Euro werden dabei durch einen Landeszuschuss gewährt. Abzüglich des Verkaufspreises für das alte Fahrzeug übernimmt die Stadt Vreden die restlichen Kosten, einschließlich der Unterhaltskosten, die über die Jahre entstehen.

Barrierefreiheit ist Pflicht

Durch den Landeszuschuss ist aber vorgegeben, dass der Bus barrierefrei bestiegen werden kann. Diese Vorgabe stellt den Verein vor eine große Herausforderung. Zwar wird die Rampe, die im Kofferraum des Fahrzeugs angebracht ist, nicht häufig für Rollstuhlfahrer genutzt, beschränkt aber den Platz im hinteren Teil. Viele vor allem ältere Fahrgäste nehmen einen Rollator mit zu ihren Einkäufen in die Stadt. Um diese in den Bus zu laden, muss die Rampe runter und wieder hoch gefahren werden. Das kostet Zeit.

Fahrgäste müssen sich auf lange Wartezeiten am Busbahnhof einstellen

Die dafür benötigte Zeit macht es nach Angaben der Fahrer unmöglich, dass die Frequenz von einer Fahrt pro Stunde eingehalten werden kann. Voraussichtlich wird sich die Fahrzeit in Zukunft auf eine Stunde und 15 Stunden verändern, wodurch der stündlich fahrende Bus nach Ahaus oder Münster nicht pünktlich erreicht wird. Für viele werde es deshalb in Zukunft am Busbahnhof zu erheblichen Wartezeiten kommen können.

In Zukunft nur noch zehn Fahrten am Tag

Die aktuell zwölf Fahrten pro Tag werden dann in Zukunft auf zehn reduziert. Der Bus fährt montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr die Kirchdörfer Vredens an. Zur Übergabe an den Bürgerbusverein waren am Samstag auch Ruth Buning (Stadt Vreden) und der stellvertretende Bürgermeister Hubert Lechtenberg vor Ort. Er wünschte den Fahrerinnen und Fahrern gute Fahrt und überreichte Sekt zur Fahrzeugtaufe.

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