Neuer Kassenautomat für das Frei- und Hallenbad

Günstigere Lösung

Ein neuer Kassenautomat soll den Besuchern des Frei- und Hallenbads in Vreden einen reibungslosen Zugang ermöglichen. Die Besetzung der Kasse mit Personal bleibt jedoch ausschließlich für Spitzenzeiten vorbehalten, wie sie an heißen Tagen im Sommer vorherrschen.

VREDEN

, 14.04.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der zuständige Betriebsausschuss hat das in seiner vergangenen Sitzung beschlossen. Die Mittel zur Anschaffung der neuen Technik sollen noch in diesem Jahr fließen. Der bisherige Kassenautomat stammt aus dem Jahr 2007. Die computergestützte Technik lässt solche Geräte verhältnismäßig schnell altern, und so zeichnete sich bereits seit einiger Zeit Erneuerungsbedarf ab: Die Defekte häuften sich.

Es war bei einer ersten Beratung im vergangenen Jahr offengeblieben, wie der Ersatz aussehen sollte. Der Betriebsausschuss hatte seinerzeit der Verwaltung eine Aufgabe mitgegeben: Die Mitglieder wollten wissen, welche Kosten durch Kassenpersonal entstehen würden. Ein inklusiver Arbeitsplatz sollte in der Berechnung ebenfalls Berücksichtigung finden, die Betriebskosten eines neuen Automaten diesen Modellen gegenübergestellt werden.

Betriebskosten

Die Verwaltung hatte jetzt die entsprechenden Zahlen in die Sitzung mitgebracht. Sie beziffert die durchschnittlichen jährlichen Kosten für den Betrieb des Automaten mit circa 17000 Euro. Diese Berechnung schließt die Kosten für Wartung, Reparaturen und Serverleistung ein.

Wie sieht die Gegenrechnung aus? Die Verwaltung hat dazu eine anderthalbfache Stelle zugrunde gelegt. Bezogen auf das vergangene Jahr wären so Personalkosten von rund 50000 Euro entstanden. Mittel für den Umbau des Eingangsbereichs bleiben dabei noch unberücksichtigt.

Gespräche geführt

Eine Besetzung durch einen Menschen mit Behinderung würde sich nicht einfach gestalten: Die Stadt berichtete, dass es dazu Gespräche mit dem Haus Früchting und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gegeben habe. Haus Früchting habe darauf verwiesen, dass die Übernahme der Kassenaufgabe zu komplex sei, als dass sie von der Einrichtung geleistet werden könne. Ein andernorts durch den LWL praktiziertes Modell dazu habe keinen dauerhaften Erfolg gehabt.

Ganz ohne Personal lässt sich der Kassenbetrieb des Bades aber nicht abwickeln. Denn die Besucherzahl sei an heißen Tagen mit Temperaturen von mehr als 25 Grad so groß, dass sie der Automat nicht bewältigen könne. Die Stadt hat dies mit rund 2700 Euro berücksichtigt. Die Verwaltung empfahl angesichts der Ergebnisse aus ihrer Abschätzung der Kosten, sich für einen neuen Automaten zu entscheiden. Die Mitglieder des Betriebsausschusses folgten diesem Vorschlag einstimmig.

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