Neues Konzept findet Freunde und Kritiker

Weihnachtsmarkt

Ein gelungenes neues Konzept oder totale Fehlplanung? Schon im Vorfeld wurde der Vredener Weihnachtsmarkt rege diskutiert. Und auch nach der Umsetzung sind sich die Vredener nicht einig.

VREDEN

, 14.12.2014, 16:55 Uhr / Lesedauer: 3 min
Heike Stadtmann durfte ihre Weihnachtsdeko auf dem caritativen Weihnachtsmarkt anbieten.

Heike Stadtmann durfte ihre Weihnachtsdeko auf dem caritativen Weihnachtsmarkt anbieten.

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Eindrücke vom neuen Vredener Weihnachtsmarkt

Das neue Konzept für den Vredener Weihnachtsmarkt fand Freunde und auch Kritiker. Doch viele Neugierige guckten sich den dreigeteilten Markt erst einmal an.
14.12.2014
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Die Bäume waren bunt beleuchtet, um den Besuchern den Weg zu weisen.© Foto: Victoria Thünte
Die Bäume waren bunt beleuchtet, um den Besuchern den Weg zu weisen.© Foto: Victoria Thünte
Auch die Kirche wurde angestrahlt.© Foto: Victoria Thünte
Auch die Kirche wurde angestrahlt.© Foto: Victoria Thünte
Der Losverkauf von Ludger Ahler, Dirk Streich und Stefan Segbers (v.l.) für die Spielvereinigung lief in diesem Jahr nicht so gut.© Foto: Victoria Thünte
Heike Stadtmann durfte ihre Weihnachtsdeko auf dem caritativen Weihnachtsmarkt anbieten.© Foto: Victoria Thünte
Der caritative Teil bestand nur aus wenigen Buden.© Foto: Victoria Thünte
Jolina und Leona haben ihre Weihnachtskugeln ganz unterschiedlich bemalt.© Foto: Victoria Thünte
Benjamin hat ein Lebkuchenhaus für sich gebastelt und eins für seinen kleinen Bruder.© Foto: Victoria Thünte
Auch Erwachsene hatten Spaß an der Lebkuchen-Aktion.© Foto: Victoria Thünte
Ein Zauberer ist im Zelt auf dem caritativen Weihnachtsmarkt aufgetreten.© Foto: Victoria Thünte
Das Zelt war gut gefüllt - nicht nur mit Kindern.© Foto: Victoria Thünte
Das Spenferkel im Räucherofen zog viele Blicke auf sich.© Foto: Victoria Thünte
Auf dem Marktplatz erinnerte wenig an einen Weihnachtsmarkt.© Foto: Victoria Thünte
Die Stände erinnerten eher an einen Flohmarkt.© Foto: Victoria Thünte
Unter anderem wurde Schmuck verkauft.© Foto: Victoria Thünte
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Eindrücke vom neuen Vredener Weihnachtsmarkt

Das neue Konzept für den Vredener Weihnachtsmarkt fand Freunde und auch Kritiker. Doch viele Neugierige guckten sich den dreigeteilten Markt erst einmal an.
14.12.2014
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Die Bäume waren bunt beleuchtet, um den Besuchern den Weg zu weisen.© Foto: Victoria Thünte
Die Bäume waren bunt beleuchtet, um den Besuchern den Weg zu weisen.© Foto: Victoria Thünte
Auch die Kirche wurde angestrahlt.© Foto: Victoria Thünte
Auch die Kirche wurde angestrahlt.© Foto: Victoria Thünte
Der Losverkauf von Ludger Ahler, Dirk Streich und Stefan Segbers (v.l.) für die Spielvereinigung lief in diesem Jahr nicht so gut.© Foto: Victoria Thünte
Heike Stadtmann durfte ihre Weihnachtsdeko auf dem caritativen Weihnachtsmarkt anbieten.© Foto: Victoria Thünte
Der caritative Teil bestand nur aus wenigen Buden.© Foto: Victoria Thünte
Jolina und Leona haben ihre Weihnachtskugeln ganz unterschiedlich bemalt.© Foto: Victoria Thünte
Benjamin hat ein Lebkuchenhaus für sich gebastelt und eins für seinen kleinen Bruder.© Foto: Victoria Thünte
Auch Erwachsene hatten Spaß an der Lebkuchen-Aktion.© Foto: Victoria Thünte
Ein Zauberer ist im Zelt auf dem caritativen Weihnachtsmarkt aufgetreten.© Foto: Victoria Thünte
Das Zelt war gut gefüllt - nicht nur mit Kindern.© Foto: Victoria Thünte
Das Spenferkel im Räucherofen zog viele Blicke auf sich.© Foto: Victoria Thünte
Auf dem Marktplatz erinnerte wenig an einen Weihnachtsmarkt.© Foto: Victoria Thünte
Die Stände erinnerten eher an einen Flohmarkt.© Foto: Victoria Thünte
Unter anderem wurde Schmuck verkauft.© Foto: Victoria Thünte
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Ein weiteres Angebot für Kinder kam von der Agentur „Himmel und Erde“. Dort konnten die Besucher Lebkuchenhäuser verzieren. „Wir kleben die Grundform vor. Die Kinder können das Haus mit Süßigkeiten bekleben und dann sofort mitnehmen“, erklärte Daniel Bendl von der Agentur. Der elfjährige Benjamin hat gleich zwei Häuser gestaltet. „Eines nehme ich für meinen kleinen Bruder mit“, sagte er. Der caritative Teil bestand aus ein paar Buden und Zelten. Auf dem großen Platz hinter der Kirche bildeten sie lediglich einen Gang. Einige der Holzhütten wurden liebevoll mit Tannengrün und Lichterketten geschmückt, andere blieben kahl. Die Bäume neben der Kirche wurden bunt angestrahlt und zusammen mit riesigen aufgeblasenen Kerzen wiesen sie den Weg zum Rest des Weihnachtsmarktes.

Dass die Aktionen für die jungen Besucher von den anderen Teilen des Weihnachtsmarktes getrennt wurden, fand Stefanie Lieben positiv: „Sonst war immer alles so eng. So finde ich es ganz gut umgesetzt.“ Auch Anja Terbille sagte: „Dieser Teil ist sehr kindgerecht gestaltet. Für Familien sind die Angebote ideal.“ Britta Ostendarp fand die Trennung des caritativen Teils vom Rest ebenfalls nicht so schlimm. Allerdings war für sie die Entfernung zu groß: „Man hätte diesen Teil näher ranziehen sollen, zum Beispiel neben die Kirche.“ Sie meinte, dass die Glühwein- und Verkaufsstände gemischt werden sollten. „So wie es jetzt ist, bleibt man an den Ständen nicht stehen, und das ist schade für die Händler. Die leiden darunter“, sagte sie. Das bestätigen auch die Händler auf dem Marktplatz. Ihre Stände wurden rund um den großen Platz aufgebaut, in der Mitte stand lediglich ein Kinderkarussell. „Dadurch wirkt es ziemlich leer und es ist auch ungemütlich“, sagte Dirk Streich von der Spielvereinigung Vreden. Der Verein hatte einen Stand auf dem Marktplatz zwischen den gewerblichen Händlern. „Wir merken auf jeden Fall, dass der Verkauf nicht so gut läuft wie in den letzten Jahren. Und ich glaube, das liegt nicht nur am Wetter“, sagte Ludger Ahler von der Spielvereinigung. Auf früheren Märkten seien viele Besucher vom Glühweinstand rüber gekommen, um Lose zu kaufen. Durch die Trennung war das in diesem Jahr nicht so leicht. Auch von den anderen Händlern hätten Ahler und Streich gehört, dass sie mit der Situation sehr unzufrieden seien.

Außerdem war die Aufteilung des Marktes für viele Besucher nicht klar. Stände wie „Ein Herz für Behinderte“ und der Loseverkauf der Spielvereinigung waren auf dem Marktplatz aufgebaut – zwischen den gewerblichen Händlern. „Warum wir hier stehen und nicht auf dem caritativen Weihnachtsmarkt, wissen wir auch nicht. Alles, was wir einnehmen, geht in die Jugendarbeit des Vereins“, erklärte Streich. Heike Stadtmann hingegen durfte ihren Stand hinter der Kirche aufbauen, obwohl sie ihre Sachen für einen gewerblichen Zweck verkaufte. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich klassische Weihnachtsdekoration verkaufe“, sagte sie. Aber auch sie habe gemerkt, dass am Samstag sehr wenige Besucher den Weg zu ihr gefunden haben. Der gastronomische Bereich hingegen war am Samstag sehr gut gefüllt. Die beiden Parkplätze hinter und neben der Musikschule waren mit Rindenmulch ausgelegt. Auch dort wurden die Bäume angestrahlt, und Heizstrahler sorgten für Gemütlichkeit. „Hier sieht es echt gut aus. Richtig gemütlich“, sagte Andre Dahlhues. Mit der räumlichen Trennung konnte er wenig anfangen: „Ich wusste nicht einmal, dass hinter der Kirche noch was ist. Und ich wäre auch nicht auf die Idee kommen, dahin zu gehen.“ 

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