Norovirus im Vredener Krankenhaus nachgewiesen

Zwölf Infizierte

Mehrere Patienten des Krankenhauses in Vreden sind mit dem Norovirus infiziert. Die Verantwortlichen reagieren mit gezielten Schutzmaßnahmen, um die Situation schnell in den Griff zu bekommen.

VREDEN

, 26.02.2015, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Krankenhaus in Vreden

Das Krankenhaus in Vreden

Der hochansteckende Erreger war bei insgesamt zwölf Patienten in der 110 Betten zählenden Vredener Betriebsstätte des St.-Marien-Krankenhauses Ahaus-Vreden aufgetreten. Das bestätigte der Klinikverbund Westmünsterland am Donnerstag auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Seit dem vergangenen Sonntag sei es zu einem vermehrten Auftreten von Brech-Durchfällen gekommen. Die erkrankten Patienten hätten unter Übelkeit gelitten, plötzlich auftretendem Erbrechen und Durchfällen, so der Klinikverbund in einer Pressemitteilung. Die Symptome seien nach etwa 24 Stunden abgeklungen. "Das ist eher untypisch für den Verlauf bei Noroviren", erklärt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikverbundes Westmünsterland, zu dem auch das St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden gehört, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung.

Stuhlproben entnommen

Bei den betroffenen Patienten seien Stuhlproben entnommen worden. Diese wurden im Medizinischen Labor Münster von Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen ausgewertet. "Bei zwölf Patienten wurde eine Infektion mit dem sogenannten Noro-Virus nachgewiesen", so Rodig. Der Virus sei gerade in der kalten Jahreszeit für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten Durchfallerkrankungen bei Kindern und Erwachsenen verantwortlich.

Betroffen waren die Stationen eins, zwei und drei. Rodig: "Wir haben die erkrankten Patienten isoliert und kurzzeitige Aufnahmestops vorgenommen. Diese konnten wir inzwischen wieder aufheben."

Rasches Handeln gefragt

Der Norovirus stelle eine Einrichtung wie das Krankenhaus vor die Herausforderung, rasch zu handeln, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Das habe gut funktioniert, die Erkrankungswelle klinge ab, so der Sprecher: "Wer ins Krankenhaus kommt, muss nicht befürchten, sich anzustecken."

Rodig weiter: "Hygiene ist das A und O bei der Eindämmung des Norovirus." Auf den betroffenen Stationen seien besondere Hygienemaßnahmen getroffen worden, um die Verbreitung zu verhindern. Rodig weiter: "Neben einer verschärften Händedesinfektion gehörten dazu unter anderem das Tragen entsprechender Schutzkleidung und die Isolierung der betroffenen Patienten." Außerdem seien in den betroffenen Zimmern Sonderdesinfektionen durchgeführt worden. Der Klinikverbund habe sämtliche ergriffenen Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Borken abgestimmt.

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