Ob die Flamingos in diesem Jahr ins Venn zurückkehren und dort brüten, ist unklar

mlzZwillbrocker Venn

Kommen sie und brüten sie? Fragen, die derzeit die Mitarbeiter der Biologischen Station Zwillbrock beschäftigen. Denn in diesem Jahr sind die Gegebenheiten im Venn noch sehr ungünstig.

Vreden

, 17.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jedes Jahr aufs Neue sind sie die „Starbesucher“ des Zwillbrocker Venns: die Flamingos. Zum ersten mal vereinzelt in den 70er-Jahren im Venn beobachtet, sind es mittlerweile 50 Tiere, die jährlich für die Brut und Aufzucht ihrer Jungen den Weg in das Natur-, FFH- und Vogelschutzgebiet finden. „Diese Zahl freut uns natürlich riesig“, so Elke Happe, stellvertretende Geschäftsführerin der Biologischen Station Zwillbrock. Doch ob die Flamingos auch in diesem Jahr wiederkommen, steht noch in den Sternen.

Denn im Gespräch mit unserer Redaktion zeigt sich Elke Happe besorgt. „Es muss noch etwas passieren. Wir sind ein bisschen beunruhigt. Das Wasser hat derzeit noch nicht die Tiefe, die es tatsächlich bräuchte.“ Der Grund: Der lange, trockene Sommer hat das Venn fast gänzlich ausgetrocknet. Der in der Folge gefallene Niederschlag reicht da noch nicht aus, um so etwas wie einen „Normalzustand“ wiederherstellen zu können.

Ein klar abgegrenzter Brutraum ist essenziell

Doch es geht nicht nur um die Tiefe des Wassers, sondern auch um die verteilte Wassermenge als solches. Nur wenn diese ausreichend hoch ist, ist die Flamingoinsel, die die Tiere als Brutplatz nutzen, ausreichend abgegrenzt. „Die Tiere brauchen einfach ihren geschützten Brutraum“, erklärt Elke Happe. Finden die Tiere diesen nicht vor, besteht die Gefahr, dass sie weiterziehen.

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Zum geschützen Brutraum trägt übrigens auch die Einzäunung an einigen Stellen bei. Der Hintergrund: Eine Videoauswertung vor zehn Jahren zeigte, dass ein Fuchs auf der Insel unterwegs war. „Das führte natürlich dazu, dass der Nachwuchs der Flamingos ausblieb“, berichtet Elke Happe, „darauf haben wir mit dem Zaun reagiert und es funktioniert.“ Doch dieser allein hilft natürlich nicht. Der Niederschlag ist das Zünglein an der Waage. „Wir sind aber optimistisch“, so die stellvertretende Geschäftsführerin.

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