Projekt „Grenzenlose Naturerlebnisse“ startet

Bagger rücken an

VREDEN/KREIS Auf dem Papier stehen die Pläne für die Aufwertung und Vernetzung der NATURA 2000-Gebiete im Kreis Borken schon lange, jetzt gehen die Bagger ans Werk: Im Naturschutzgebiet Lüntener Fischteich haben die Arbeiten zur weiteren Verbesserung des Gebietes begonnen.

08.10.2009, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreis Borken gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“, den das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 ausgeschrieben hatten. 2,6 Millionen Euro, größtenteils aus Mitteln der Europäischen Union, stehen in diesem und den kommenden Jahren bereit, um das Projekt „Grenzenlose Naturerlebnisse“ in die Tat umzusetzen. Ziel des Kreises ist die ökologische und zugleich touristische Optimierung der NATURA 2000-Gebiete im gesamten Westmünsterland. Dafür wird er unter anderem um neue Wege bauen, Beobachtungsstände errichten und Flächen wie den Acker in Lünten ökologisch aufwerten, um stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten in der Region zu halten und ihre Bestände zu stabilisieren.

Das Projekt startet im Gebiet „Lüntener Fischteich“, weil dort besonders viele Maßnahmen geplant sind. Schon bald können Besucher einen neuen Wanderweg nutzen, der das neue Biotop erschließt und weiter durch den Wald zum eigentlichen Fischteich führt. Ein Abschnitt des Wegesystems ist zukünftig etwas erhöht als Holzbohlenweg ausgebaut und ermöglicht damit bessere Blicke über den Heideweiher. Schon Ende Oktober soll in Lünten eine Beobachtungsplattform stehen. An den beiden Parkplätzen am Rande des Gebietes können sich Besucher in Zukunft auf Hinweistafeln über dieses herausragende Naturschutzgebiet und auch die Wanderwege informieren. Die Biotoplandschaft lässt sich am besten zu Fuß erkunden, motorisierter Verkehr ist in dem Gebiet nicht erlaubt. Der „Lüntener Fischteich“ zählt mit seinen umliegenden Bruchwäldern, dem Heideweiher sowie Röhricht- und Feuchtheideflächen zu den stark bedrohten Lebensräumen, die über Nordrhein-Westfalen hinaus Bedeutung haben. Daher hat die Europäische Union dieses Gebiet gemeinsam mit benachbarten Arealen in den Niederlanden in das NATURA 2000-Netzwerk aufgenommen, das die größten und wertvollsten Naturgebiete in Europa miteinander verbindet.

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