Rat gegen Castor-Transporte

Resolution zu Jülich

Die Ampel für den Transport der hochradioaktiven Fracht aus Jülich steht auf Rot – vorerst. Doch auch angesichts der beantragten Verlängerung der Aufbewahrung des Atommülls im Forschungszentrum Jülich zeigt sich der Vredener Rat besorgt.

VREDEN

von von Thorsten Ohm

, 27.03.2012, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der politische Streit um die Jülich-Castoren hat auch Vreden erreicht.

Der politische Streit um die Jülich-Castoren hat auch Vreden erreicht.

Die inhaltlichen Unterschiede zwischen diesen beiden Anträgen erwiesen sich nicht als so schwerwiegend, als dass nicht eine Einigung auf einen der beiden hätte stattfinden können. So zog der Rat an diesem Abend einmal mehr an einem Strang: Der textlich etwas knapper und in einzelnen Thesen gehaltene Entwurf der SPD stellte am Ende den gemeinsamen Nenner dar, auf den sich die Fraktionen in dieser Frage sehr schnell einigen konnten. Zu den Inhalten: In der Resolution unterstreicht auch Vreden, dass die Sicherheit der Bevölkerung oberste Priorität habe. Zugleich kritisiert der Rat die „völlig unzureichende Informationspolitik des Forschungszentrums Jülich wie auch des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“. Es sei nicht zu akzeptieren, Entscheidungen von einer solchen Tragweite aus der Presse erfahren zu müssen.

Auch müsse der Rat zur Kenntnis nehmen, dass in Jülich nicht ernsthaft nach Alternativen zum Transport nach Ahaus geprüft worden seien – das Prüfverfahren haben sich ausschließlich darauf erstreckt. Die Verantwortung für die 152 Castorbehälter liege im Fall einer Reparaturbedürftigkeit weiterhin beim Forschungszentrum Jülich. Abschließend wird eine Lösung gefordert, die sich vor allem durch drei Eigenschaften auszeichne: sicher, transparent und konsensfähig. Einer langen Debatte bedurfte es schließlich nicht mehr über diese Ziele: Einstimmig stellte sich auch der Vredener Rat nun hinter diese Resolution.

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