Rüttler dröhnte am Feiertag

Pflasterarbeiten bei Schmitz

Am Sonntagmorgen um 6 Uhr war es vorbei mit der Feiertagsruhe in der Blumensiedlung: Vom Gelände des Unternehmens Schmitz Cargobull dröhnte der Rüttler herüber. Pflasterarbeiten - wie Nachbar Frank Tielkes beobachten konnte. Er beschwerte sich beim Unternehmen. Immerhin: Zu Mittag hin wurde es leise. Schmitz Cargobull versprach gestern auf Anfrage der Münsterland Zeitung, die Arbeiten künftig anders zu organisieren.

VREDEN

, 10.06.2014, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Firma Schmitz Cargoubll am Pfingstsonntagmorgen waren von der Stadtlohner Straße aus zu beobachten. Zu hören waren sie weithin in die Blumensiedlung.

Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Firma Schmitz Cargoubll am Pfingstsonntagmorgen waren von der Stadtlohner Straße aus zu beobachten. Zu hören waren sie weithin in die Blumensiedlung.

Die Nachbarn, die draußen frühstücken wollten, hätten es sich wegen der Geräusche von Rüttelplatte und Trennjäger schnell anders überlegt, teilte Frank Tielkes per E-Mail nicht nur Vertretern der Geschäftsleitung von Schmitz Cargobull, sondern auch den Vredener Fraktionsvorsitzenden mit.Anlieger macht seinem Ärger Luft "An einem ansonsten eher beschaulichem Pfingstsonntag finde ich dies bemerkenswert und zeigt, welchen Stellenwert die Nachbarschaft der Blumensiedlung hat", machte Tielkes seinem Ärger Luft. Die Aussage von Schmitz-Werksleiter Michael Timmermann, dass das Unternehmen auch mit Blick auf die Erweiterungsplanung ein guter Nachbar bleiben wolle, sah er nach diesem Vorfall als "hinfällig" an. Für ihn war klar: "Mit einem bisschen guten Willen wäre eine nachbarschaftsverträgliche Lösung an Werktagen möglich gewesen".Schmitz hält Kritik für nachvollziehbar Eine solche sagte Schmitz Cargobull auf Anfrage der Münsterland Zeitung nun auch zu. Das Unternehmen bestätigte, dass von seiner Seite aus Pflasterarbeiten beauftragt worden seien, die für den Sonntag und Montag behördlich genehmigt waren. "Diese Arbeiten wurden in einem durch Stapler stark frequentierten Bereich durchgeführt, der in der Arbeitswoche zu Produktionsstillständen geführt hätte", hieß es aus der Pressestelle. Nachdem die Beschwerden der Nachbarn beim Geschäftsbereichsleiter des Standortes Vreden bekannt worden waren, seien die Arbeiten direkt eingestellt worden. "Die Kritik und die Beschwerden sind von uns durchaus nachvollziehbar und es lag nicht in unserer Absicht die Nachbarschaft durch eine zusätzliche Lärmbelästigung zu verärgern", wird in der Pressemitteilung betont. Ein derartiger Vorfall solle zukünftig vermieden und bei eventuellen nochmaligen Baumaßnahmen die Organisationsstrukturen anders gestaltet werden.Genehmigung lag vor Die Bezirksregierung in Münster hatte dem von Schmitz beauftragten Unternehmen genehmigt, an Sonntagen das Pflaster zu erneuern, weil dies nur bei Werksschließung möglich sei, bestätigte Christiane Klein, Sprecherin der Bezirksregierung, auf Anfrage. Beim Ordnungsamt in Vreden seien am Sonntag keine Beschwerden eingegangen, sagte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch gegenüber der Münsterland Zeitung. Auch wenn formal alles richtig gelaufen sei, "der Zeitpunkt war schon ungünstig", äußerte er Verständnis für den Ärger der Anlieger.Gesprächstermin angekündigt Das lange von den Anliegern geforderte Gespräch - mit Blick auf die Erweiterung - stellt Schmitz nun auch in Aussicht: "Des Weiteren werden wir noch einen separaten Termin mit der Nachbarschaft vereinbaren, zu dem wir auch das Planungsamt der Stadt Vreden einladen werden", kündigt das Unternehmen an.

 

 

 

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