Ruhr-Chansonette begeistert Vredener

VREDEN Einen spritzigen, wunderbaren und unvergesslichen Chansonabend mit Ingeborg Wunderlich und ihrem Pianisten Oleg Bordo erlebten am Mittwoch rund 50 Frauen und eine handvoll Männer in der Öffentlichen Bücherei.

05.03.2009, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruhr-Chansonette begeistert Vredener

<p>Ruhr-Chansonnette Ingeborg Wunderlich und ihr Pianist Oleg Bordo zogen das Publikum in den Bann. Rolvering</p>

Büchereileiter Michael Schürmann übernahm die Begrüßung und wies darauf hin, dass die Veranstaltung anlässlich des internationalen Frauentages in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, dem Gleichstellungsbüro und der Frauengemeinschaft St. Georg stattfand. Ingeborg Wunderlich kündigte dem Publikum mit ihrem Programm "Ganz neue Wunder" "einen ganz wilden Ritt durch alle Stimmlagen und weiblichen Empfindungen" an.

Mit gefühlvollen Liedern aus "Der blaue Engel" begann der unterhaltsame Abend. Anschließend steuerte Ingeborg Wunderlich mit Zitaten zum Thema "Die Frau" wie "Sie war ein großer Mann, dessen einziger Fehler war, eine Frau zu sein" oder "Ist die Frau ein Mensch" den nächsten Programmpunkt an: "Heftige, deftige Frauenlieder" von Friedrich Holländer. Die Titel lauteten von "Verstecken Sie ihren Mann", über "Schieß ihn tot - Waidmannsheil" bis zu "Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre". Bei Otto Reuthers Lied vom "Blusenkauf , Karl Valentins "Loreley" oder als "Liesken Puderbach" kam Ingeborg Wunderlichs komödiantisches Talent besonders gut zur Geltung. Die Dialekte verarbeitet sie mit ihrer vollen Stimme mit Leichtigkeit.

Im zweiten Teil ging es um "Frauen und Liebe". Da passte das Duett mit "Herrn Bordo" perfekt. Ein weiterer Höhepunkt war die Interpretation der Lieder von Hildegard Knef. Anschließend wechselte Ingeborg Wunderlich ihre Stimmungen - das Thema Diäten verarbeitete sie sehr humorvoll, nach dem Motto "der Bauch muss weg". Den Kontrast bildete ihr Vortrag des gesellschaftskritischen Gedichtes von "Brot und Rosen", das im Jahr 1912 von streikenden Frauen einer amerikanischen Textilfabrik geschrieben wurde. "Für mich soll's rote Rosen regnen" von Hildegard Knef war der ausdrucksstarken Abschluss des Liederabends. Doch ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum Ingeborg Wunderlich nicht von der Bühne. rol

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