Sanieren hat Vorrang

Vreden 454 Seiten stark ist der Haushaltsplanentwurf. Und trotzdem: Seite für Seite arbeiteten sich am Dienstag die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses durch das "jedes Jahr dicker werdende Werk", wie es Bürgermeister Hermann Pennekamp nannte.

30.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Walbertschul-Gebäude ist nun Standort der fusionierten St. Georg-Hauptschule - wird es künftig Sitz einer Gemeinschaftsschule?

Das Walbertschul-Gebäude ist nun Standort der fusionierten St. Georg-Hauptschule - wird es künftig Sitz einer Gemeinschaftsschule?

Beratung und Erläuterung standen auf der Tagesordnung - denn Erläuterung ist auch im "Jahr zwei mit NKF" noch hier und da nötig. Ob die im Entwurf enthaltenen Ansätze von 2007 denn auf dem Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF) basierten? Da seien doch einige Verschiebungen drin, merkten Reinhard Laurich (SPD) und Bernhard Tenhumberg (CDU) an. Zum Beispiel beim Punkt "Aufwendungen Sach- und Dienstleistungen": Knapp 4,4 Mio statt 3,5 Mio. sind dort im Ergebnisplan enthalten - Bürgermeister Hermann Pennekamp sorgte für Aufklärung: Hinter diesem Posten verbergen sich die Ausgaben für die Unterhaltung von öffentlichen Gebäuden: "2007 haben wir wegen der unsicheren Finanzlage viele Kleinigkeiten geschoben", so Pennekamp.

Keine neue Fassade

Ins Blickfeld gerieten diesbezüglich geplante Maßnahmen an den Schulgebäuden: Bei der neuen Fassade an der Walbertschule, die der Bürgermeister noch für dieses Jahr angekündigt hatte, habe es sich die Verwaltung mit Blick auf die mittelfristige Zusammenlegung der beiden Hauptschulen nun anders überlegt, erläuterte Pennekamp: "Da sollten wir erst die Standortfrage klären." Ansonsten, so ergänzte Barbara Drösser von der Kämmerei, seien einige "Sprünge" in den Ansätzen vorhanden, weil viele Sanierungsmaßnahmen vorgesehen seien.

Verschieben war auch der Vorschlag der Verwaltung, was den fünfarmigen Kreisverkehr am Feuerwehrgerätehaus angeht: "Es ist besser, Anliegerstraßen in den Sommermonaten auszubauen", verwies Hermann Pennekamp auf ein strammes Programm in der Bauverwaltung.

Später ausschreiben

Er plädierte dafür, die Arbeiten für den Kreisel Ende des Jahres auszuschreiben "statt früher und dann mit Fertigstellungstermin 14 Tage vor Kirmes". Die Zuschüsse für den Kreisel würden 2009 erwartet, im Haushalt solle eine Verpflichtungsermächtigung eingestellt werden. ewa

Der Haushalt ist erneut Thema in der Sitzung des Hauptausschusses am 18. Februar um 18 Uhr.

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