Badleiter Mario Menkehorst freut sich, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen. © Victoria Garwer
Schwimmbad

Sanierung: Erste Edelstahlteile finden ihren Platz im Vredener Freibad

Die Sanierung des Vredener Freibades läuft seit Mitte September. Inzwischen sind die ersten Teile aus Edelstahl an Ort und Stelle. Doch es ist noch eine Menge zu tun bis zum Sommer 2021.

An einen unbeschwerten Freibadbesuch ist im Moment in Vreden gar nicht zu denken. Und das liegt nicht nur an der Corona-Pandemie und dem Winter, sondern vor allem an den Baggern und Bauarbeiten. Seit Mitte September läuft die Sanierung des Beckens.

Sechs Lkw mit Edelstahlteilen sind zum Monatswechsel in Vreden angekommen. Die ersten davon haben bereits ihren Platz gefunden. „Die da hinten sind sogar schon befestigt“, sagt Badleiter Mario Menkehorst und zeigt auf die hintere Wand. Mit dicken Schrauben haben die Bauarbeiter die Teile dort mit dem alten Beton verbunden.

Denn das neue Edelstahlbecken wird in das alte Becken reingesetzt. „Damit es aber die Maße behält, wurden ein paar Zentimeter Beton vorher entfernt“, sagt Mario Menkehorst. Das ist wichtig, damit die Bahn am Ende auch genau 50 Meter lang und somit für Wettkämpfe geeignet ist.

Das neue Becken wird 70 Zentimeter angehoben

Bevor es aber an den Aufbau gehen konnte, musste erst einmal abgerissen werden. Die alte Überlaufrinne am oberen Beckenrand wurde komplett entfernt. Auch von den Durschreitbecken und den Sprungtürmen ist nichts mehr zu sehen. „Die blaue Farbe wurde vom Beckenboden und den Wänden abgeschliffen, Stichwort Schadstoffsanierung“, sagt Mario Menkehorst.

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Bauarbeiten am Vredener Freibad

Im nächsten Schritt haben die Arbeiter aus Beton Fundamente gegossen. Im Nichtschwimmerbereich stehen nun also neun Würfel aus Beton, eine kleine Wand trennt den Schwimmerbereich ab. Das ist notwendig, da das neue Becken ganze 70 Zentimeter höher liegen wird. Auf diesen Klötzen liegt also später der neue Beckenboden. Vorher aber müssen noch die Leitungen für die neue Durchströmungsanlage verlegt werden. „Dann wird der Hohlraum mit mehr als 400 Kubikmetern Schotter gefüllt“, sagt der Badleiter.

Sanierung soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein

Bis Januar wollen die Arbeiter mit dem Rand des Beckens fertig sein. Die Edelstahlteile sollen dann alle ihren Platz gefunden haben und befestigt sein. Im nächsten Schritt werden die Hohlräume zwischen diesen fünf Meter langen Teilen und dem alten Becken mit Beton gefüllt, bevor der Boden des Beckens folgt. Zum Schluss verschweißen die Arbeiter alle Teile miteinander. „Das ist nochmal eine Menge Arbeit“, so Mario Menkehorst.

Im Sommer 2021 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Das Ziel ist ein glänzendes Edelstahlbecken mit sechs Schwimmbahnen, Blöcken, einem Ein-Meter-Brett und einem Drei-Meter-Sprungturm. Denn durch das Anheben des gesamten Beckens ist im hinteren Bereich eine Wassertiefe von 3,80 Metern möglich, wodurch der Sprungturm wieder erlaubt ist.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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