Sascha Grawunder führt die FDP im Kreis

Kreisparteitag

Er freute sich, schüttelte eifrig die Hände der ersten Gratulanten – seiner Parteikollegen aus dem Ortsverband Vreden. So eben war der 38-jährige Sascha Grawunder zum neuen Vorsitzenden des FDP Kreisverbands Bocholt/ Borken gewählt worden. Überraschend deutlich war dabei das Votum.

21.03.2011, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gratulierten Sascha Grawunder (Mitte) als eine der ersten zur Wahl: Daniel Bahr (Landesvorsitzender der FDP NRW, links) und Reinhard Böcker.

Gratulierten Sascha Grawunder (Mitte) als eine der ersten zur Wahl: Daniel Bahr (Landesvorsitzender der FDP NRW, links) und Reinhard Böcker.

Grawunder tritt nun die Nachfolge von Reinhard Böcker an, der nach vier Jahren auf eigenen Wunsch von seinem Amt als Chef der Kreis-FDP zurückgetreten ist. Diese Entscheidung sie ihm sehr schwer gefallen und er habe lange mit ihr gerungen, aber in Zukunft erfordere sein Beruf mehr Zeitaufwand, erklärte Böcker seinen Rücktritt. Einen Schritt den die lokale und landespolitische FDP-Prominenz wie Daniel Bahr (Landesvorsitzender der FDP NRW), Claudia Bögel (MdB) und Dr. Stefan Romberg (MdL) in ihren Grußworten und Berichten bedauerten. Aber so stellte Ulrich Hoyer, FDP-Bezirksgeschäftsführer, fest: „Manche sagen sie hinterlassen ein bestelltes Haus und tun nichts, manche sagen gar nichts und tun es einfach – so wie du.“

Neben der Wahl eines neuen Vorsitzenden standen vor allem die Katastrophe in Japan, der Atomausstieg und regenerative Energiequellen, sowie die Schulpolitik, das Gemeindefinanzierungsgesetz und mögliche Neuwahlen in NRW im Mittelpunkt des Kreisparteitags. „Ernsthaft will diese keine Fraktion“, sagte der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Romberg. Zumal er davon ausgehe, dass sich hierdurch das Stimmenverhältnis im Land nicht ernsthaft verändern würde. Mit einem Seitenhieb auf Hannelore Kraft, die Ministerpräsidentin NRWs, endete dann auch das Grußwort Bahrs. „Sie ist wie Pipi Langstrumpf. Sie malt sich ihre Welt, wie sie ihr gefällt.“

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