Schneller im Netz dank Glasfaser bald auch in Lünten?

Nachfragebündelung

Bald soll es in allen Lüntener Haushalten schnelles Internet geben. Das ist kein Aprilscherz, sondern das Ergebnis von Gesprächen und Treffen zwischen der Stadt Vreden, dem Unternehmen Epcan, Vertretern des Orts und dem SVS-Versorgungsbetrieb.

VREDEN

02.04.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werben für schnelle Glasfaser in Lünten (v.l.): Thomas Spieß (SVS), Winfried Schroer (Rat), Christoph Holtwisch (Bürgermeister), Gerd Gevering, Nils Waning, Christian Meiners und Nada Urbaitis (alle Epcan).

Werben für schnelle Glasfaser in Lünten (v.l.): Thomas Spieß (SVS), Winfried Schroer (Rat), Christoph Holtwisch (Bürgermeister), Gerd Gevering, Nils Waning, Christian Meiners und Nada Urbaitis (alle Epcan).

Dass auch in Lünten ein Glasfasernetz aufgebaut werden soll, steht schon seit einiger Zeit im Raum. Wirklich konkret wird es aber erst jetzt. "Die ersten Gespräche wurden schon vor einem Jahr geführt. Jetzt sind wir soweit, die Sache anzugehen", erklärt Nils Waning vom Unternehmen Epcan.

In Kooperation mit dem Stadtlohner SVS-Versorgungsbetrieb soll der Vredener Glasfaserausbau nun mit der Erschließung von Lünten vorangetrieben werden. "Der Bedarf nach einer schnellen Internetverbindung in Lünten steigt. Spätestens dann, wenn in Zukunft die Telefonanschlüsse auf die IP-Technik umgestellt werden", erklärt Epcan-Geschäftsführer Gerd Gevering. Bisher werden rund 40 Prozent der Haushalte in Lünten über die Funkstation im Kirchturm mit Internet über Funk versorgt. Das ist aber für heutige Verhältnisse oft nicht mehr ausreichend.

Aufrüstung unvermeidlich

"Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die Internetverbindung in Lünten nicht mehr die schnellste ist", so Ratsmitglied Winfried Schroer. Gelegentlich käme es sogar zu Stoßzeiten, in denen die Verbindung besonders schlecht sei. "Diese Stoßzeiten würden mit dem neuen Glasfasernetz für die Bürger in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Haushalte, die per Glasfaser mit Internet versorgt werden, können Zusatzoptionen wie das Fernsehschauen in HD nutzen", so Waning. Damit aber überhaupt mit dem Glasfaserausbau begonnen werden kann, müssen genügend Hauseigentümer mitmachen.

"Ab dem 1. April beginnen wir mit der Nachfragebündelung. Die dauert in der Regel vier Wochen. Bis dahin muss die 40-Prozent-Quote erreicht sein", erklärt Nada Urbaitis von Epcan. Alle Beteiligten seien aber zuversichtlich.

Informationen für Bürger

Ab 7. April können sich Bürger neben zwei Infoveranstaltungen in den Infopoints informieren und sich bis zum 30. April für oder gegen den Glasfaseranschluss entscheiden. Für alle, die sich gegen das neue Netz aussprechen, bleibt das Richtfunknetz als Alternative erhalten. "Wir sind aber optimistisch, dass die Mindestanzahl an Haushalten erreicht wird, und dann schnell mit den Arbeiten begonnen werden kann", so Thomas Spieß, Geschäftsführer SVS. Dabei wolle man mit dem Lüntener Kern beginnen und sich dann später um die Außenbereiche kümmern.

Die Zusammenarbeit habe bisher reibungslos funktioniert. Die Stadt sei froh, einen regionalen Partner zu haben, der durch Qualität überzeuge, so Bürgermeister Christoph Holtwisch. Auch Thomas Spieß lobte die gute Kooperation: "Mit Epcan haben wir einen guten Partner. Schnelle Kommunikation und hier wird direkt gehandelt und nicht lange rumgeredet." www.epcan.de

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