Schritt hin zum "Garten der Ruhe" getan

Alter Friedhof

Ein „Garten der Ruhe“ – dies ist das langfristige Ziel, das sich die Bürgerstiftung Vreden als Ziel für das Gelände des Alten Friedhofs gesetzt hat. Einige Arbeiten auf dem Weg dorthin wurden jetzt abgeschlossen.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 18.03.2011, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitunter macht dafür schweres Baugerät etwas Lärm, aber das ist nicht zu vermeiden. Die Würde des Ortes werde auch bei den Arbeiten berücksichtigt, betont Hermann Pennekamp, Vorsitzender der Bürgerstiftung, am Donnerstag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. So hoben Bagger die Pflanzlöcher für die rund 20 Kirschbäume, die in den vergangenen Tagen gepflanzt wurden, nur auf den Freiflächen aus – wo Gräber in der Nähe waren, war Handarbeit mit dem Spaten angesagt. Die Gestaltungsarbeiten rund um die Kriegsgräber seien nun abgeschlossen, informierte der Stiftungsvorsitzende. Im vergangenen Jahr waren, wie berichtet, die Wege neu gepflastert, der Bereich um die Gedenk-Schiefertafel neu gestaltet und die Hecke um die Kriegsräber neu gesetzt worden. Nun wurden die Kirschbäume, die im Frühjahr blühen aber keine Früchte tragen, als Ersatz für die entfernten Birken gesetzt – in zwei Linien neben den Kriegsgräbern, so dass sie auf Dauer mit ihrem Laub ein Baumdach bilden, beschreibt Pennekamp den Plan. Als nächstes gelte das Augenmerk der Bürgerstiftung dem ältesten Teil des Friedhofs – dort wurden vor mehr als 100 Jahren die Vredener beigesetzt. Einige der historischen und kunstvoll gearbeiteten Grabmäler, die sonst auf Dauer dem Zerfall überlassen würden, möchte die Bürgerstiftung grundlegend sanieren. Sie kehren dann an ihren Platz zurück.

„Wir wollen hier nichts entfernen“, betont Hermann Pennekamp: Im Gespräch mit den Angehörigen würden die vorgesehenen Schritte vorgestellt und nur bei Einvernehmen werde gehandelt. Auch wenn es mitunter schwierig sei, die Nutzungsberechtigten – teils schon in der dritten Generation– herauszufinden. Nutzungsberechtigte mit Informationsbedarf könnte sich gern an ihn wenden, so Pennekamp (Tel. 45 31). Das Gesamtbild des Alten Friedhofs solle positiver werden, formuliert Pennekamp das mittelfristige Ziel. Bis zum Garten der Ruhe gingen sicher noch 20, 30 Jahre ins Land. Aber: Nicht jede Grabstelle müsse eine individuelle Bepflanzung haben, punktuell wolle man in Absprache mit den Angehörigen nebeneinander liegende Gräber mit einer klaren Gestaltung versehen. Bislang hat die Bürgerstiftung 15 000 Euro in ihr Projekt investiert, bilanziert der Vorsitzende. Am Montag, 21. März, lädt Pennekamp gegen 10.30 Uhr zu einer Führung ein.

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