Schüler debattieren am Georgianum über das Ende der Zeitumstellung

Jugend debattiert

Die Schüler der achten und zehnten Klassen des Georgianums nehmen am Schulwettbewerb Jugend debattiert teil. Es werden hitzige Debatten geführt – zu durchaus aktuellen Themen.

Vreden

von Malena Stöhler

, 15.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schüler debattieren am Georgianum über das Ende der Zeitumstellung

Im Bild (v.l.): Judith Bramm, Maximilian Heinrichs, Leon Iking, Nils Rensing © Malena Stöhler

„Soll ein Schulfach praktische Lebensführung eingeführt werden?“ oder „Soll bundesweit für alle Hundehalter ein Hundeführerschein vorgeschrieben werden?“ Das sind Fragen, über die die Schüler der achten Klasse am Gymnasium Georgianum in Vreden am Mittwoch debattiert haben.

Diese Debatten werden im Rahmen von dem Schulwettbewerb Jugend debattiert geführt. Bei dem Wettbewerb können die Schüler der achten und zehnten Klasse teilnehmen. Es wird über Themen diskutiert, die nah am Alltag der Schüler sind. Die älteren Schüler debattieren über Themen wie: „Soll in Deutschland ein generelles Tempolimit auf Autobahnen eingeführt werden?“

Die Zeitumstellung wird kritisch diskutiert

Eine Debatte der Schüler der zehnten Klasse drehte sich um die Frage: „Soll in der europäischen Union die Zeitumstellung beendet werden?“ Vier Schüler wurden in Zweierteams aufgeteilt. Ein Team soll die Position für das Ende der Zeitumstellung vertreten und das andere Team soll Argumente dagegen finden. Die Redner werden von einer Jury, bestehend aus einem Lehrer und zwei Schülern aus der zwölften Klasse, beobachtet und nach der Debatte bewertet.

Judith Bramm und ihr Teamkollege Maximilian Heinrichs, beide Schüler der zehnten Klasse des Georgianums, beginnen die Debatte. Sie sprechen sich beide für das Ende der Zeitumstellung aus. „Die Länder der EU sollten die Zeitumstellung abschaffen. Dann sollten alle die Winterzeit beibehalten, denn die entspricht unserem normalen biologischen Rythmus“, sagt Judith Bramm, um ihre Position zu erklären. Ihr Teamkollege Maximilian Heinrichs führt als stärkstes Argument an, dass 80 Prozent der Bürger der EU für die Beendigung der Zeitumstellung abgestimmt haben und es keinen richtigen Sinn in der Zeitumstellung gäbe.

Das gegnerische Team, bestehend aus Leon Iking und Nils Rensing, vertritt die Meinung, dass die Zeitumstellung weiter fortgeführt werden soll. Sie reagieren sofort auf die Argumente von Judith Bramm und Maximilian Heinrichs. „Wenn die Sonne im Sommer dann um vier Uhr morgens aufgeht, kann man das Tageslicht gar nicht richtig nutzen“, führt Nils Rensing voran. Sein Teamkollege Leon Iking führt das Argument weiter: „Und das kann dann genauso zu Depressionen führen, wie der Schlafmangel, der bei der Zeitumstellung entsteht.“ Die Debatte der Schüler zog sich über knapp 20 Minuten und wurde mit je einer Schlussrede pro Schüler beendet.

Nicht immer wird die eigene Meinung vertreten

„Das ist schwer, wenn man eine Position vertreten muss, obwohl man sich persönlich genau mit der gegnerischen Position identifizieren kann“, sagt Judith Bramm nach der Debatte. Da stimmt ihr Leon Iking zu. Er hatte Spaß an der Debatte, fand es aber auch sehr stressig: „Das war ein schwieriges Thema. Wenn man sich ab und zu versprochen hat, war es schwer seine Meinung wieder klar auszudrücken und den Dreher wieder raus zu kriegen. Man wusste ja auch nie, was die andere Seite sagt, da musste man spontan antworten.“

Judith Bramm erklärt, dass man drei Schulstunden vor der Debatte Zeit hatte sich vorzubereiten. „Und mit der Klasse hatten wir auch eine Woche Zeit uns vorzubereiten“, sagt Judith Bramm auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Schüler haben ihre Argumente hauptsächlich aus dem Internet oder aus eigenen Überlegungen mit den Klassenkameraden.

Lehrer lobt die sachliche Diskussion

Der betreuende Lehrer Hermann Gries ist positiv überrascht von seinen Schülern. „Sie waren alle sachlich sehr gut vorbereitet und haben gut miteinander agiert.“ Und auch die anderen Jurymitglieder fanden die Debatte sehr gut.

Am heutigen Freitag treten die besten Schüler der Schule in einer Debatte in der Aula gegeneinander an. Die Gewinner vertreten das Gymnasium Georgianum dann am 7. März im Regionalwettbewerb.

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