Schulen haben Vorrang in Sporthallen

Nutzung diskutiert

Welche Auswirkungen haben der demographische Wandel und der Trend zur Ganztagsschule auf die Vereinsarbeit? Damit befassten sich jüngst die Mitglieder des Jugend-, Sport- und Kulturausschusses. Ein durchaus schwieriges Feld, wie in der Diskussion festgehalten wurde.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 01.08.2011, 19:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulen haben Vorrang in Sporthallen

Sportunterricht in den städtischen Sporthallen (im Foto Schülerinnen der St. Marienschüler) soll weiter Vorrang vor Vereinsnutzung haben.

 Die Schulen nehmen vermehrt nachmittags die städtischen Sporthallen in Anspruch, und die Vereine sind in der Zwickmühle, fasste Fachabteilungsleiter Hubert Krandick zusammen. Der demografische Wandel verstärke auf Dauer das Problem, blickte er nach vor. Grundsätzlich aber hätten bei der Vergabe der Hallenzeiten die Schulen Vorrang vor den Sportvereinen, Weiterbildungseinrichtungen und Kinder- und Jugendgruppen, erläuterte er das bisherige Prinzip der Stadtverwaltung. Das sollte auch grundsätzlich so bleiben, lautete die Stimmung im Ausschuss.

Dennoch: Die Schulen sollten vielleicht frühzeitig Rückmeldung geben über freie Kapazitäten, schlug Theo Humberg (CDU) vor. Reinhard Laurich (SPD) verwies auf den positiven Effekt der Ganztagsschulen. Auf Dauer sei es ratsam, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen zu entwickeln, „das sollte der Rat aktiv begleiten“, sah er die Kommunalpolitik durchaus in der Verantwortung. „Vreden lebt vom Ehrenamt“, betonte Sandra Lentfort (Grüne) und merkte an, dass auch die Vereine untereinander zu mehr Kommunikation bewegt und zur Zusammenarbeit aufgefordert werden sollten. Kurzfristige Lösungen konnte die Stadtverwaltung nicht anbieten. Aber vielleicht wäre ein Ansprechpartner im Rathaus eine gute Sache, überlegte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch laut.

Nicht rütteln mochte der Ausschuss an den 2008 eingeführten Nutzungsgebühren für die Sporthallen, die mit der grundsätzlichen Änderung der Sportförderung einher gegangen war. „Wir haben lange diskutiert, es hat sich bewährt“, befand Theo Humberg. Beim TV Vreden werde das zum Teil anders gesehen, merkte Reinhard Laurich (SPD) an. Auch er sah durchaus Interpretationsspielraum: „Es ist der Punkt erreicht, an dem es schwierig wird zu beurteilen“. „Es wird immer jemanden geben der nicht zufrieden ist“, sah Elmar Kampshoff (UWG) die Sportförderung pragmatisch. Bei zwei Enthaltungen seitens der SPD sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Gebühren beizubehalten.

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