Sekundarschule soll 2013/14 starten

Schulausschuss

Einstimmig hat sich der Schulausschuss am Mittwochabend für die Errichtung einer Sekundarschule in Vreden ausgesprochen, mit großer Mehrheit wurde der Start zum Schuljahr 2013/14 empfohlen. Damit folgte der Ausschuss dem Wunsch der Arbeitsgruppe Sekundarschule, die sich von einem späteren Start als 2012 mehr Zeit für eine bessere Vorbereitung auf die neue Schulform versprochen hatte.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 19.10.2011, 22:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Schulzentrum, hier der Blick vom Schulhof der Hoimar-von-Ditfurth-Realschule auf die bereits sanierte Fassade der St. Georg-Schule (vormals Walbert-Schule), soll die Sekundarschule ihren Standort haben.

Im Schulzentrum, hier der Blick vom Schulhof der Hoimar-von-Ditfurth-Realschule auf die bereits sanierte Fassade der St. Georg-Schule (vormals Walbert-Schule), soll die Sekundarschule ihren Standort haben.

Zu viele Unsicherheiten bringe ein Start schon 2012/13 mit sich, zurzeit sei eben noch unklar, was genau aus dem für eine Gemeinschaftsschule in Vreden erarbeiteten Konzept übernommen werden könne, machte Gisela Huning deutlich. Man müsse mehr Klarheit gewinnen und die Lehrer müssten sich auf die neue Form des Lehrens, die für die Vredener Sekundarschule angestrebt werde, gut vorbereiten, argumentierte sie: "Kinder, die sonst zur Hauptschule gegangen wären, lernen gemeinsam mit Kindern, die sonst zur Realschule gegangen wären. Dafür müssen wir Lehrer uns fit machen." Alfred Wellers für die FDP und Elisabeth Ingenhorst für die CDU plädierten dafür, den Schulen die geforderte notwendige Zeit für die Vorbereitung zu gewähren. Anders sahen das Reinhard Laurich (SPD) und Elmar Kampshoff (UWG). Laurich betonte, dass Vreden bei der Vorbereitung sicher schon sehr weit vorn sei. Die Eltern der derzeitigen Viertklässler hätten auf das neue Angebot gezählt, und zum Zweiten sei die finanzielle Ausstattung der Stadt Vreden 2013 schlechter zu erwarten als 2012. Seine Sorge, dass die knappen Finanzen dann nicht mehr die Realisierung des Konzepts erlauben könnten, teilte Elmar Kampshoff. Der UWG-Fraktionschef sprach sich dafür aus, nicht in die neue Schulform "zu stolpern, aber auch nicht zu spazieren".  SPD und UWG sprachen sich gegen die Empfehlung aus, 2013/14 zu starten. Gleichwohl betonte Reinhard Laurich, dass ein früherer Start nicht gegen den Willen der Kollegien realisierbar sei.

Der Rat wird in seiner Sitzung im Dezember eine bindende Entscheidung treffen.  Noch im Herbst, so wurde auch beschlossen, soll eine Informationsveranstaltung für die Eltern stattfinden. Auch wurde die Verwaltung beauftragt, alle notwendigen Schritte zu veranlassen und zu prüfen, ob notwendige Mittel für die Errichtung der Sekundarschule schon im Haushaltsjahr 2012 eingeplant werden können.

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