Sparkassen-Filiale am Montagmorgen geschlossen, doch das Coronavirus ist nicht schuld

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Überall schließen Geschäfte und Dienstleister. Auch bei zwei Vredener Sparkassen-Filialen standen Kunden am Montagmorgen vor verschlossenen Türen. Doch das Coronavirus ist nicht der Grund.

Vreden

, 23.03.2020, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Türöffnungssystem zurzeit gesperrt.“ Mit diesen Worten wurden am Montagmorgen Kunden an den Sparkassen-Filialen an der Winterswyker Straße und an der Ottensteiner Straße in Vreden begrüßt. Kein Zugang zur Filiale, kein Zugang zu den Geldautomaten. Gibt es also kein Bargeld mehr wegen des Coronavirus?

Die Türen der Sparkasse in Vreden waren am Montagmorgen zu.

Die Türen der Sparkasse in Vreden waren am Montagmorgen zu. © Privat

Nein, das sei nicht der Grund, sagt Robert Klein, Pressesprecher der Sparkasse Westmünsterland auf Nachfrage. „Die Bargeldversorgung ist natürlich weiter sichergestellt.“

Allerdings gibt es in 30 Filialen im Westmünsterland keinen persönlichen Service mehr. „Wir unternehmen alles menschlich und technisch Mögliche, um unsere Kunden und Mitarbeiter in dieser schwierigen Phase zu schützen“, wird der Vorstandsvorsitzende Heinrich-Georg Krumme in einer Pressemitteilung zitiert.

Bargeld gibt es auch trotz Coronavirus

Diese Einschränkung gilt auch für die Vredener Standorte an der Winterswyker Straße und an der Ottensteiner Straße. Die Filiale in der Innenstadt an der Wessendorfer Straße bietet auch weiter persönlichen Service an.

„Aber nur, wenn es wirklich nötig ist“, macht Pressesprecher Robert Klein deutlich. „Ein Sparbuch nachtragen zu lassen oder Kleingeld abzugeben, das muss in der jetzigen Situation nicht unbedingt sein.“ Viele Dinge seien zudem telefonisch, per Mail oder online zu regeln.

Und noch eine Sache ist Robert Klein ganz wichtig: „Es gibt an allen Standorten weiter Bargeld an den Automaten.“

Schutz vor Vandalismus und Automaten-Sprengungen

Warum aber waren die beiden Vredener Filialen am Montagmorgen dann gesperrt? Das hat einen ganz anderen Grund. „Schon seit einiger Zeit sind die kleinen Filialen nachts geschlossen“, erklärt Robert Klein. „Aus Schutz vor Vandalismus und Automaten-Sprengungen.“

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Heißt: Zwischen 0 und 6 Uhr gibt es hier nie Bargeld, unabhängig vom Coronavirus. Ab 6 Uhr sind dann auch die Geldautomaten wieder ganz normal zugänglich.

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