Otto-Hahn-Straße

SPD-Politiker: „Bei der Verwaltung kommt es wohl darauf an, wer fragt!“

Sechs Bäume an der Otto-Hahn-Straße können umgepflanzt werden. Als Wilhelm Berendsen (SPD) genau das gefragt hatte, war die Antwort Nein. Der Antrag der CDU-Senioren brachte ein anderes Ergebnis.
An der Otto-Hahn-Straße sollen zahlreiche Bäume gefällt werden, damit Platz für einen breiteren Radweg ist. Sechs kleinere Bäume können umgepflanzt werden. © Stefan Grothues

Dass an der Otto-Hahn-Straße sechs Bäume durch Umpflanzen gerettet werden können, freut Wilhelm Berendsen (SPD) zwar, verwundert ihn aber auch. „Genau danach habe ich doch in der letzten Sitzung schon gefragt, da ging es nicht“, meint er.

Tatsächlich steht seine Anmerkung im Protokoll zur Ausschusssitzung am 28. September. Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter Stadtplanung, hatte die Idee damals abgewiesen, weil das Umpflanzen einen „unverhältnismäßigen Aufwand“ darstellen würde. Der finanzielle Aufwand sei aber im Detail nicht berechnet worden, gab er in der nächsten Sitzung zu.

„Es kommt wohl nur darauf an, wer fragt“

Nun hat sich die Verwaltung erneut mit dem Thema befasst – auf Antrag der Senioren-Union der CDU. Das Ergebnis: Sechs kleinere Bäume können tatsächlich umgepflanzt werden. „Bei der Verwaltung kommt es wohl nur darauf an, wer fragt“, sagt Wilhelm Berendsen.

Diesen Vorwurf weist Bürgermeister Tom Tenostendarp zurück. Zwar war er bei der Sitzung im September noch nicht im Amt, doch er hat die Sitzung aus dem Zuschauerraum verfolgt. Er stellt klar: „Die Senioren-Union hat einen Bürgerantrag gestellt. Wir müssen jeden Antrag prüfen und genau das haben wir getan.“

Auch Anträge der SPD würden natürlich bearbeitet. Die Fragen von Wilhelm Berendsen im Ausschuss sei nach dem damaligen Wissensstand beantwortet worden. Der Prüfauftrag des Ausschusses an die Verwaltung beinhaltete laut Protokoll lediglich eine Ersatzanpflanzung am Birkhahnweg, nicht das Umpflanzen der Bäume.

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