Stadt Vreden verbietet den Konsum von Alkohol am Busbahnhof

Busbahnhof Vreden

Betrunkene Personen haben am Busbahnhof in Vreden immer wieder Passanten angepöbelt und bedroht. Die Stadt reagiert jetzt auf die Beschwerden.

Vreden

, 31.07.2018, 20:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt Vreden verbietet den Konsum von Alkohol am Busbahnhof

Offenes Trinken von Alkohol am Busbahnhof ist ab Montag verboten. Auch betrunkene Personen dürfen sich dort nicht mehr aufhalten. © Victoria Thünte

Wer am Vredener Busbahnhof offen Alkohol trinkt oder offensichtlich betrunken ist, muss bald mit Konsequenzen rechnen. Denn die Stadt hat per Allgemeinverfügung ein Alkoholverbot erlassen. Wir haben Fragen und Antworten zusammengestellt.

Warum denkt die Stadt, dass ein Alkoholverbot notwendig ist?

„Passanten wurden immer wieder angepöbelt und bedroht“, schreibt die Stadt am Dienstag in einer Pressemitteilung. Stefan Busch vom Ordnungsamt ergänzt im Gespräch mit der Münsterland Zeitung: „Wir haben viele Beschwerden bekommen. Unter anderem haben Eltern erzählt, dass Schulkinder den Bereich meiden, weil sie sich nicht wohlfühlen.“ Durch das Alkoholverbot soll vermieden werden, dass Betrunkene auf den Bänken sitzen, randalieren und rumpöbeln.

Bürgerbus-Fahrer Thomas Kornrumpf kennt solche Situationen. „Ständig liegen hier zerbrochene Flaschen herum und Betrunkene machen die Leute dumm an. Das ist ein schlechtes Aushängeschild für Vreden“, sagt er. Er hat sogar schon Fotos gemacht und sich damit an das Ordnungsamt gewandt. „Jetzt passiert endlich was. Ich bin gespannt, ob das was bringt.“

Was genau hat die Stadt denn nun verboten?

Nach Angaben von Stefan Busch ist vor allem das offene Trinken von Alkohol verboten. Aber auch offensichtlich betrunkene Personen dürfen sich im Bereich des Busbahnhofes nicht mehr aufhalten. Wer einfach nur alkoholische Getränke in einer Tasche dabei hat und auf den Bus wartet, muss sich keine Sorgen machen.

Welche Bereiche sind betroffen?

Das Verbot gilt sowohl für den Bereich des neuen Busbahnhofs am Viehmarkt als auch für den sogenannten Garten der Ruhe am alten Friedhof (Ostendarper Straße). Dort werden Schilder aufgestellt.

Wann tritt das Verbot in Kraft?

Die Stadt veröffentlicht die Allgemeinverfügung des Alkoholverbotes im aktuellen Amtsblatt, das am heutigen Mittwoch erscheint. Das Verbot gilt ab Montag, 6. August, und ist zunächst bis zum Jahresende befristet. „Danach wollen wir schauen, ob es etwas gebracht hat. Es ist jetzt also quasi eine Testphase“, erklärt Stefan Busch vom Ordnungsamt. Eine zeitliche Einschränkung auf bestimmte Tageszeiten gibt es nicht.

Wie soll das Ganze kontrolliert werden?

Bereits für die nächste Woche, wenn das Verbot in Kraft tritt, kündigt Stefan Busch Kontrollen an. Gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt überprüfen die Einhaltung des Verbotes und verhängen Strafen.

Was droht bei Verstößen?

Laut Pressemitteilung der Stadt Vreden sprechen Polizei und Ordnungsamt zunächst Platzverweise und Aufenthaltsverbote aus. Außerdem können Zwangsgelder angedroht und auch festgesetzt werden.

Und was ist mit der Kirmes?

„Für die Kirmes gilt das Alkoholverbot natürlich nicht. Für diesen Zeitraum gibt es eine Ausnahmeregelung“, so Stefan Busch.

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