Das Stadtdenkerei-Team bei der Auftaktveranstaltung mit Dr. Turit Fröbe (r) und Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp. © Stadt Vreden
Meinung

Stadtdenkerei in Vreden bringt tief verborgene Gefühle an die Oberfläche

Eine Woche lang waren die Stadtdenker in Vreden. Der Sinn der Aktionen war nicht immer offensichtlich, aber sie haben einen deutlichen Effekt gezeigt, meint Victoria Garwer.

Nun sind sie also wieder weg, die Stadtdenker. Eine Woche lang haben die Experten aus Berlin den Vredenern einen neuen Blick auf ihre Stadt ermöglicht. Die Methoden waren dabei durchaus unkonventionell. Wer nicht live dabei war, hat vermutlich Schwierigkeit, zu verstehen, was da in dieser Woche in Vreden eigentlich passiert ist.

Auch die Ergebnisse sind nicht gerade das, was man große Innovationen nennen würde. Die Jugendlichen wünschen sich einen Aufenthaltsort in der Innenstadt – ach was. Der Neubau am Markt kommt bei den meisten Vredenern nicht sonderlich gut an – na sowas aber auch. Und die vielen Autos stören die Radfahrer – wow.

Vredener verbergen ihre Gefühle für die eigene Stadt

Trotzdem hat diese Woche definitiv etwas gebracht. Denn die größte Erkenntnis, die die Stadtdenker aus den Vredenern herausgekitzelt haben, ist etwas, das ihnen oft selber gar nicht so bewusst ist: Sie lieben ihre Stadt.

Diese Gefühle verstecken die Vredener sonst ganz gerne. Untereinander beschweren sie sich gerne, sie meckern über alles und jeden, vieles ist schlecht und nervig und doof. Aber wenn Fremde aus Berlin wissen wollen, was Vreden ausmacht, finden sie dann doch ganz viel Positives an ihrer eigenen Stadt. Die Stadtdenker haben den Vredenern zu einer wichtigen Selbsterkenntnis verholfen: Vreden ist schön.

Über die Autorin
Redakteurin
Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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