Auch Hunde können erkranken. Deswegen hilft eine regelmäßige Impfung gegen gefährliche Krankheiten wie das kürzlich im Ruhrgebiet ausgebrochene Staupe-Virus. © picture alliance/dpa
Staupe-Gefahr

Staupe: Regelmäßige Impfung schützt Hunde vor gefährlicher Krankheit

Im Ruhrgebiet warnen die Behörden vor einem Ausbruch des Staupe-Virus. Ein Vredener Tierarzt glaubt an die Kraft der regelmäßigen Impfung. Beim Kauf eines Hundes sollte man genau hingucken.

Kürzlich ist im Kreis Unna bei einem Fuchs und einem Waschbär das Staupe-Virus festgestellt worden. Diese hochansteckende Infektionskrankheit kann auch Hunde befallen. Deswegen raten die Behörden Hundehaltern, ihren Impfschutz aufzufrischen.

Dr. Thomas Gerwing, Tierarzt in Vreden, sieht keine große Bedrohung. „Hunde sind heute meistens Familienmitglieder. Es ist den Besitzern wichtig, sich um sie zu kümmern.“ Deswegen werden die Hunde vom Welpenalter an regelmäßig geimpft.

Impfung gegen wichtigste Krankheiten im Paket

Die erste Impfung steht im Alter von sechs bis acht Wochen auf dem Plan, vier Wochen später folgt die nächste. Jedes Jahr wird die Impfung aufgefrischt.

„Meistens impfen wir die Hunde im Paket gegen die potenziell lebensgefährlichen Krankheiten“, erläutert Thomas Gerwing. Dazu zählen neben Staupe zum Beispiel Hepatitis, Parainfluenza oder Tollwut. Diese Pakete seien in der Regel für Hundehalter relativ günstig.

Daher habe er in den 17 Jahren in der Gemeinschaftspraxis mit seinem Kollegen Dr. Hartmut Löttgen noch keinen Staupe-Fall erlebt und geht nicht davon aus, dass die Krankheit, die seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist, in Vreden zum Thema wird. Geimpfte Hunde seien nicht in Gefahr.

Typische Erkältungssymptome sind Staupe-Anzeichen

„Vor 40, 50 Jahren war Staupe gefährlich“, weiß Thomas Gerwing. Dann sei ein Impfstoff entwickelt worden und die Impfung eigentlich heute Standard. Die Hunde können sich über Körpersekrete oder Kontakt mit Ausscheidungen anstecken.

„Die Hunde haben Fieber, eventuell eine Augenentzündung. Sie zeigen typische Erkältungssymptome“, beschreibt der Vredener Tierarzt die Staupe-Symptome. Durch die Schwächung des Immunsystems könnten sich bakterielle Erreger ausbreiten.

Auch Durchfall und Erbrechen sind mögliche Zeichen für eine Staupe-Infektion. Das Virus könne sich in allen möglichen Organen und auch im zentralen Nervensystem einnisten.

Bei Kauf auf gesundheitliche Vorgeschichte achten

Neben der Parasitenbekämpfung und der Wurmkur ist der Impfschutz das Wichtigste, um das sich Hundehalter kümmern müssen. „Ich glaube, dass ein großer Teil der Besitzer zum Tierarzt geht und Impfungen durchführt“, stellt Thomas Gerwing fest.

Aufpassen sollten Interessenten dagegen, wenn sie Hunde neu kaufen. „Man sollte schon gucken, dass man seinen Hund bei vernünftigen Leuten kauft und nicht billig irgendwo“, empfiehlt Thomas Gerwing. Auf jeden Fall sollten sich Neukäufer über die gesundheitliche Vorgeschichte ihres Hundes informieren, um es zu vermeiden, infizierte Tiere aus dem Ausland einzuführen.

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Bastian Becker

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