Ein ziemlich großes Schlagloch klafft auf der Wüllener Straße. Der Bauhof möchte sich zeitnah darum kümmern. © Markus Gehring
Straßenverkehr

Straßen in schlechtem Zustand: In Vreden stehen zahlreiche Sanierungen an

Frost und Schnee haben Schäden hinterlassen, doch in Vreden waren viele Straßen schon vorher in keinem guten Zustand. Für die umfangreichen Sanierungen muss erst ein Konzept her.

Viele Straßen in Vreden sind in keinem guten Zustand – nicht erst seit dem letzten Winter mit Frost und Schnee. Deswegen stehen in den kommenden Jahren zahlreiche Sanierungen an. Aber vorher müssen die Lokalpolitiker grundlegende Entscheidungen treffen.

Joachim Hartmann, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, geht davon aus, dass der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sich im Mai mit dem Thema beschäftigen wird. „Wir brauchen eine grundsätzliche Entscheidung, was den Querschnitt der Straßen angeht“, sagt er. Gemeint sind damit zum Beispiel Fragen zur Breite der Straßen und ob es separate Radwege oder Fahrradstreifen auf der Straße geben soll.

Erst wenn dieses Konzept steht, könne man festlegen, welche Straßen wann und in welchem Umfang saniert werden. Die Reihenfolge hängt dann zum Beispiel auch vom Zustand der Kanäle unter der Asphaltdecke ab. Deswegen kann Joachim Hartmann jetzt auch noch nicht sagen, wie viele Straßen betroffen sind. „Das ist eine Schwerpunktaufgabe für die kommenden Jahre“, meint er.

Asphaltaufbau ist bei einigen Straßen ein Problem

Eines der Probleme in Vreden sei, dass viele Straßen mehrere Jahrzehnte alt seien. Einige hat die Stadt auch von Kreis und Land „geerbt“ und durch wechselnde Zuständigkeiten sind nicht alle Straßen in gleichem Zustand. „Ich glaube, es ist völlig normal, dass Straßen aus den 60er-Jahren so langsam mal erneuert werden müssen“, sagt Joachim Hartmann.

Hermann Wilmer, zuständig für die Fachabteilung Tiefbau, ergänzt: „Wir haben einige Straßen, die sehr anfällig sind.“ Das liege schlicht und einfach am Asphaltaufbau. Denn einige Straßen in Vreden haben eine sogenannte Anspritzdecke. Das bedeutet, dass nur eine recht dünne Asphaltschicht auf Schotter aufgetragen wird. Als Beispiele nennt Hermann Wilmer den Schelver Diek und die Ostendarper Straße.

Bauhof repariert Schäden durch Frost und Schnee zeitnah

Solche Straßen tragen dann auch bei Frost und Schnee deutliche Schäden davon. Der Bauhof ist aber nach Angaben von Joachim Hartmann regelmäßig unterwegs, nimmt Schäden auf und repariert diese dann. Das soll zeitnah auch an der Wüllener Straße passiert. Dort klafft seit einigen Wochen direkt vor dem Kreisverkehr ein riesiges Schlagloch. Für die Arbeiten muss aber die Witterung mitspielen.

Auch die Otto-Hahn-Straße ist seit dem letzten Frost ist keinem guten Zustand. Doch hier lohnt sich eine Reparatur nicht mehr, denn schon nach Ostern rollen die Bagger an. Dann startet nach Angaben von Hermann Wilmer der Komplett-Umbau der Zufahrtsstraße ins Industriegebiet Gaxel.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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