Südliche Natura-2000-Schutzgebiete werden mit neuem Tourismusprojekt erschlossen

Natur- und Kulturroute

VREDEN Zuwachs für die Flamingoroute: Bislang führt die Natur- und Kulturroute die Radler zu den Sehenswürdigkeiten im Norden des westmünsterländischen Grenzgebiets – und künftig auch in den Süden. Von Vreden soll es nach Südlohn, Winterswijk und Borken gehen.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 09.10.2009, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vertreter der beteiligten Kommunen und Marketingvereine trafen sich in Zwillbrock.

Vertreter der beteiligten Kommunen und Marketingvereine trafen sich in Zwillbrock.

War die Nordroute von Vreden aus dies- und jenseits der Grenze nach Gronau/Enschede ein Projekt aus dem Interreg III-Programm der Europäischen Union, ist die Südroute über das EU-Interreg IV A-Programm bewilligt worden. Grund genug für Vertreter der Verwaltungen und Marketingvereine aller beteiligten Kommunen, bei einem ersten Treffen in der Biologischen Station Zwillbrock am Donnerstag mögliche Optionen auszuloten.

Neues Tourismusprojekt soll Lückenschluss herstellen Das neue Tourismusprojekt hat das Ziel, den Lückenschluss mit allen grenzüberschreitenden nördlichen Natura-2000-Schutzgebieten herzustellen. „Eine Fortsetzung der Tour nach Süden bis zum Wooldschen Veen/Burlo-Vardingholter Venn würde die inhaltliche Verbindung zum Moor- und Heidegürtel an der deutsch-niederländischen Grenze abschließen und gleichzeitig auch den wichtigen Naturraum der Landschaft rund um Winterswijk mit einbinden, hieß es bei dem treffen.Nebenstrecken bieten zusätzliche Variationsmöglichkeiten Wie auch bei der Nordroute, solle sich die Strecke Vreden-Südlohn-Winterswijk-Borken auf vorhandene Wanderstrecken entlang der Naturschutzgebiete und auf eine Kernradroute als Verbundsystem stützen. Auf verschiedenen Nebenstrecken sollen zusätzliche Variationsmöglichkeiten gegeben werden. Welche kulturellen Ziele sich neben den Natura-2000-Gebieten für die Radtouristen anbieten, wo Aussichtstürme, Pavillons oder informative Schautafeln ihren Platz finden sollen – auf diese Fragen und viele mehr werden die Verantwortlichen Antworten finden.Großes Potenzial im neuen Projekt „Die Flamingoroute zieht – schon wegen ihres Namens“, betonte Sandra Könemann, Geschäftsführerin der Vreden Stadtmarketing GmbH, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Seit der Eröffnung im Sommer 2008 wird die 120 Kilometer lange Radroute vermarktet. „Das sie nun erweitert wird, ist natürlich wunderbar“, sah Könemann großes Potenzial im dem Projekt.

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