SVS begründet Strompreis mit Investition

29.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vreden 300 der gut 22 000 Kunden hat die SVS bis dato aufgrund der Strompreiserhöhung zum 1. Januar verloren - für den SPD-Ortsverband Vreden Anlass genug, sich eine Meinung zu dieser Entwicklung aus erster Quelle einzuholen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung standen Geschäftsführer Alfred Kramer und Vertriebsleiter Clemens Lösing als Vertreter der SVS Versorgungsbetriebe GmbH Rede und Antwort - insbesondere dem ehemaligen SVS-Aufsichtsratmitglied Karl-Heinz Walkowiak, der selbst - auch aufgrund der für ihn "nicht nachzuvollziehenden Preispolitik der SVS" - den Stromanbieter bereits vor drei Jahren gewechselt hat.

Aufstellung

Seine Argumentation unterlegte Walkowiak mit einer Aufstellung, gemäß derer der Strompreis bei verschiedenen jährlichen Verbrauchsmengen bis zu 30 Prozent über dem Preis unabhängiger Stromanbieter wie Flex-Strom, zudem nicht unwesentlich über dem benachbarter Stadtwerke liege. Kramer erkannte durchaus an, dass Preiserhöhungen an den Kunden weitergegeben werden müssten, allerdings wesentlich weniger, als man sie selbst auf der Bezugsseite erfahren habe.

Darlehen

Die Übernahme der Stromversorgungsanlagen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn durch Kauf von der RWE zum 1. Januar 2004 sei für das Unternehmen "ein immenser Schritt" gewesen. Entsprechende Darlehen müssten über die eingefahrenen Gewinne im Segment Strom in den nächsten Jahren getilgt werden. "Wir haben im Bereich Strom nun einmal eine andere Ausgangsposition als gewachsene Stadtwerke. Dennoch haben wir unser Ziel, stets gleich günstig oder günstiger als der Regionalanbieter, sprich die RWE, zu sein, eingehalten", so Kramer. Und: Auch die oft "quersubventionierten Billiganbieter" würden über kurz oder lang in die bekannte "Preisspirale" geraten.

"Wir sollten alle Interesse an einem starken regionalen Energieversorger haben - aber durchaus auch Druck auf die Politik und somit die Aufsichtsratmitglieder ausüben, damit diese mit den Unternehmensverantwortlichen Wege zu einer günstigen Tarifpolitik finden", fasste die SPD-Ortsverbandsvorsitzende Ursula Schule die Diskussion zusammen. ms

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