Grafiken zeigen, wie dramatisch sich die Trinkwassernot entwickelt

mlzWasserknappheit

Die Menschen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn müssen im Sommer Wasser sparen. Einige Grafiken zeigen eindrucksvoll, wo genau das Problem liegt und wo die Trinkwassernot herkommt.

Vreden, Stadtlohn, Südlohn

, 05.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wasser war knapp in den letzten beiden Sommern. Zumindest bei den SVS-Versorgungsbetrieben. Den Kommunalpolitikern in Vreden, Stadtlohn und Südlohn hat Geschäftsführer Thomas Spieß jetzt noch einmal erklärt, warum die Situation zeitweise dramatisch war.

Das größte Problem: Die Kunden verbrauchen mehr Wasser. Vor allem im Bereich Garten steigt der Verbrauch deutlich.

Weil abends nach der Arbeit viele Leute ihren Rasensprenger anmachen oder den Pool im Garten befüllen, wird zeitgleich unfassbar viel Wasser gebraucht. Das stellt die SVS vor enorme Probleme, weil sie laut Bewilligungsbescheid nur eine bestimmte Menge Wasser pro Stunde fördern darf.

Auch insgesamt gibt es eine deutliche Differenz zwischen dem Verbrauch und der erlaubten Fördermenge.

Diese Differenz gleicht die SVS damit aus, dass sie Wasser aus Borken bezieht. Das reicht aber immer noch nicht ganz aus. Mehr Wasser aus Borken kann die SVS nicht bekommen, da die Rohre nicht mehr Kapazität haben.

Gleichzeitig gibt es ein Problem, an dem niemand etwas ändern kann. Der Regen bleibt aus.

Das sorgt dafür, dass sich der Trinkwasserbrunnen auch im Winter nicht mehr ganz füllt und sich die Grundwasserbestände nicht erholen. Die Trendkurve läuft inzwischen gegen null Meter.

Die Grafik von der SVS zeigt, dass die Trinkwasserbrunnen im Wasserwerk bald leer sind. Die Trendkurve läuft gegen null Meter.

Die Grafik von der SVS zeigt, dass die Trinkwasserbrunnen im Wasserwerk bald leer sind. Die Trendkurve läuft gegen null Meter. © SVS Versorgungsbetriebe

Also: Die Kunden verbrauchen mehr Wasser als die SVS fördern darf. Gleichzeitig regnet es viel zu wenig. In der Folge müssen die Kunden Wasser sparen, damit die Wasserspeicher nicht irgendwann ganz leer sind.

Um die Situation ein wenig zu entspannen, baut die SVS gerade einen neuen Brunnen und einen neuen Wasserspeicher. Damit kann das Unternehmen einen größeren Vorrat anlegen. Mehr Wasser fördern darf es damit aber trotzdem nicht. Deswegen sagt Thomas Spieß von der SVS deutlich: „Mit Wasser muss man immer sparsam umgehen. Das ist ein Lebensmittel!“

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