TV-Show: Vredener Start-up wagt sich in „Die Höhle der Löwen“

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Der Vredener Alexander Lenfers präsentiert in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ einem Millionenpublikum und prominenten Investoren seine Geschäftsidee: eine Tenniswand für tägliches Training.

Vreden

, 02.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die mittlerweile achte Staffel der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ ist am Montagabend zur besten Sendezeit gestartet. Nach Angaben des Senders „Vox“ verfolgten in der Spitze über drei Millionen Zuschauer die Show, in der Start-ups, Erfinder und Unternehmensgründer um Risikokapital zum Wachstum ihres Unternehmens werben.

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In der nächsten Folge am Montag, 7. September, stellt sich um 20.15 Uhr mit Alexander Lenfers auch ein Vredener den insgesamt sieben mehr oder weniger prominenten Investoren. Die sogenannten „Löwen“ sind in diesem Jahr Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Judith Williams, Dr. Georg Kofler, Nils Glagau und Nico Rosberg. Sie investieren nach Angaben des Senders eigenes Geld in Unternehmen ihrer Wahl und begleiten diese mit ihrem Wissen und ihrer fachlichen Erfahrung.

Mobile Tenniswand soll die „Löwen“ überzeugen

Der Vredener Alexander Lenfers möchte die „Löwen“ mit einer sportlichen Idee überzeugen. Er ist seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Tennisspieler und er weiß daher, dass nur viel Training zu Höchstleistungen führt. „Wenn einen das Tennisfieber gepackt hat, dann lässt es einen nicht mehr los und man möchte überall üben. Ob zu Hause im Garten, oder im eigenen Wohnzimmer“, wird Lenfers in einer Pressemitteilung zitiert.

Mit seinem Produkt „Hitpartner“ präsentiert er den potenziellen Investoren in der TV-Show eine mobile Tenniswand, die es jedem ermöglichen soll, überall und jederzeit Tennisschläge zu üben. Ein Mitspieler wird dafür nicht gebraucht, allerdings kann man sich auch bei jedem Schlag abwechseln.

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Dank eines einfachen Stecksystems ist Hitpartner schnell aufgebaut und kann aufgrund der kompakten Bauweise fast überall hingestellt werden. Egal ob im Garten, am Vereinsgelände oder im Urlaub. So zumindest zeigt es eine Image-Video auf der eigenen Homepage.

Spezielle Konstruktion bremst Schlagkraft ab

Und wie funktioniert die Tenniswand? „Die spezielle Konstruktion bremst die Schlagkraft vom Ball verlässlich ab, sodass sie nur einen kurzen Moment auf das verstellbare Prallbrett springt und nur ganz kurz zurückfliegt“, heißt es es in der Ankündigung der TV-Show. „So können flach ankommende Bälle ebenso trainiert werden wie hoch abspringende Bälle für Volleyschläge. Die zusätzliche Bandenkonstruktion leitet dazu auch unplatzierte Bälle wieder zum Spieler zurück.“

Am nächsten Montag erfahren die Zuschauer, wie die Idee bei den „Löwen“ ankommt und ob sich jemand bereiterklärt, für Hitpartner Geld in die Hand zu nehmen. Nach Angaben von „Vox“ benötigt Alexander Lenfers für Vertriebs- und Marketingmaßnahmen rund 200.000 Euro und bietet dafür 20 Prozent seiner Firmenanteile an.

Kritik seit der ersten Staffel

Das TV-Format „Die Höhle der Löwen“ ist zwar für „Vox“ ein echter Quotenbringer, allerdings ebbt die Kritik seit Staffel eins nicht ab. Unter anderem wurde die Show mehrfach als Dauerwerbesendung bezeichnet. Verbraucherschützer warfen ihr ebenfalls vor, eine Art Homeshopping zu betreiben.

Kritisch gesehen werden auch die in der Sendung vereinbarten Deals. Denn obwohl es für den Zuschauer zunächst nach einem abgeschlossenen Geschäft aussah, platzte im Anschluss an die Ausstrahlung bei den Nachverhandlung noch ein Großteil der scheinbaren Übereinkünfte.

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Keine Werbung für die Sendung betreiben konnte auch David Schirrmacher mit seinem zeitweise in Stadtlohn ansässigen Unternehmen „Von Floerke“, das ebenfalls durch „Die Höhle des Löwen“ berühmt geworden war. Vor einem Jahr stellte er den Insolvenzantrag. Gegen ihn ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung und Betruges.

Gut für Alexander Lenfers: Einigen Start-ups gelang durch „Die Höhle der Löwen“ der Durchbruch – und das sogar nachhaltig.

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