Vereine und Landwirte einigen sich über Blühstreifen

Ökologischer Pluspunkt

Die Vredener Landwirte und der Förderverein Kulturlandschaft Vreden ziehen wieder an einem Strang. Gemeinsam wollen sie nun dafür sorgen, dass sich die Blühstreifen zu einem großen ökologischen Pluspunkt entwickeln.

VREDEN

, 08.03.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vereine und Landwirte einigen sich über Blühstreifen

Da freuen sich Mensch und Natur: Für Insekten wie Hummeln sind die Blumen eine willkommene Nahrungsquelle.

Beide Seiten haben das am vergangenen Montagabend im Bauausschuss deutlich gemacht - sehr zur Freude der Mitglieder. Nachdem das Tuch im vergangenen Jahr schon nahezu zerrissen schien, hat ein runder Tisch wieder zur Annäherung geführt.

Im Ausschuss hatte ein Antrag der SPD-Fraktion auf der Tagesordnung gestanden. Er zielte darauf, ein Register für sämtliche städtischen Randstreifen zu erstellen. Dieses Ziel scheint erreicht. "Der Förderverein hat inzwischen rund 90 Prozent der Flächen erfasst", berichtete Erster Beigeordneter Bernd Kemper. Er berichtete auch, dass inzwischen wieder großes Einvernehmen zwischen dem Förderverein und dem Landwirtschaftlichen Ortsverein bestehe.

Neue Flächen

In dem Gespräch seien jetzt die Parameter festgezurrt worden, wie in der Frage der Randstreifen verfahren werden soll. Einerseits sollen dafür keine zusätzlichen landwirtschaftlichen Flächen in Anspruch genommen werden. Auch müsse ein Überfahren von Randstreifen gegebenenfalls möglich sein, damit alle Felder erreichbar bleiben. Auf Grenzmarkierungen soll aus technischen Gründen verzichtet werden. Bankettbereiche seien unbeachtlich, Begegnungsverkehr müsse möglich bleiben.

Auf der anderen Seite sollen alle Randstreifen des ehemaligen Randstreifenprogramms in ihren alten Zustand zurückversetzt werden. Danach sollen weitere neue Flächen zu Blühstreifen werden. Darüber hinaus die Landwirte besonders schmale städtische Randstreifen vergrößern und dort einjährige Blütenmischungen einsäen. Dass beide Seiten derart weit aufeinander zugegangen sind, wurde von Politik und Verwaltung begrüßt.

Datenbank

Informationen gab es darüber hinaus noch zum Aufbau der neuen Datenbank. Mitglieder des Fördervereins haben vor Ort in aufwendiger ehrenamtlicher Arbeit die jeweilige Situation vor Ort nach verschiedenen Gesichtspunkten erfasst. So vermittelt die Datenbank ein anschauliches Bild über nahezu alle städtischen Randstreifen im Raum Vreden. "Die letzten Arbeiten sollten in drei Wochen abgeschlossen sein", erklärte Josef Leveling vom Verein.

Thomas Siehoff stellte die Position des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Vreden dar. Er kündigte an, dass die örtlichen Betriebsleiter noch genaue Informationen zu diesem Thema bekommen würden: "Keiner wird mehr sagen können, er habe es nicht gewusst." "Wenn das so gelöst wird, ist es ein extrem gutes Ergebnis", freute sich Reinhard Laurich (SPD). So sahen es auch die anderen Mitglieder des Ausschusses.

Lesen Sie jetzt