Vermittlung von Tagesmüttern und -vätern nun Aufgabe des SkF im Kreis Borken

Sozialdienst katholischer Frauen

STADTLOHN / SÜDLOHN / VREDEN: Da der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schon lange der erste Ansprechpartner von Eltern im Kreis Borken war, die nach einer geeigneten Tagesmutter oder auch einem Tagesvater gesucht haben, war es nun die logische Konsequenz, dass der Kreis komplett die Beratung und Vermittlung an den SkF übergab.

08.10.2009, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Den Kreis vertraten unter anderem Norbert Wiemer (l.), Beate Wittenbrink (2.v.l.) und Andrea Scherbring (r.). Für den SkF nahmen u.a. Geschäftsführer Martin Mehring sowie Bärbel Richter (3.v.l.) und Gabi Könning (3.v.r.) vom Tagesmütter-Verein teil.

Den Kreis vertraten unter anderem Norbert Wiemer (l.), Beate Wittenbrink (2.v.l.) und Andrea Scherbring (r.). Für den SkF nahmen u.a. Geschäftsführer Martin Mehring sowie Bärbel Richter (3.v.l.) und Gabi Könning (3.v.r.) vom Tagesmütter-Verein teil.

Tagesmütter und betroffene Eltern sind in der vergangenen Woche schriftlich über die neue Regelung informiert worden. Grünes Licht für diesen Schritt hatte Mitte September der Jugendhilfeausschuss gegeben. „Der Einsatz des SkF in der Tagespflege hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Da ist es nur logisch, dass die Verantwortung jetzt so weit wie möglich an ihn übergeht“, erklärt der Leiter des Familienbüros, Norbert Wiemer.

„Mit der Delegation der Aufgaben festigen und intensivieren wir die bisherige qualifizierte Arbeit des SkF und des Tagesmüttervereins, der unter seinem Dach aktiv ist.“ Der Kreis beteiligt sich an den Kosten für die zuständigen Mitarbeiterinnen des SkF und bleibt in kritischen Situationen Ansprechpartner. Außerdem kümmert er sich weiter um die Bewilligung der Anträge auf Kindertagespflege, die Abrechnung mit Eltern, Tagesmüttern und -vätern und erteilt die Pflegeerlaubnisse, die Tageseltern für ihre Arbeit benötigen. „Das ist rechtlich nicht anders möglich“, erläutert Norbert Wiemer. Der SkF wird den Kreis Borken regelmäßig über die Entwicklung seiner Arbeit informieren.

Die Vereinbarung zwischen Kreis und SkF ist zunächst bis Ende 2010 befristet. Dann wollen beide Partner Bilanz ziehen und überlegen, ob die Kooperation fortgeführt werden soll. Die Zahl der Eltern, die bei der Betreuung ihrer Kinder auf Tageseltern setzen, hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Mitte 2006 nahmen lediglich acht Kinder in Vreden, Stadtlohn und Südlohn das Angebot der Jugendhilfe in Anspruch. Heute sind es etwa 135 Kinder.

Bereits im Jahr 2000 haben sich Tagesmütter in einem Verein unter dem Dach des SkF im Dekanat Ahaus-Vreden zusammengeschlossen, um vor Ort das Angebot in der Kindertagespflege zu verbessern.

  • Ansprechpartner
  • Ansprechpartnerinnen für Eltern, die sich beim SkF informieren möchten oder ganz konkret eine Tagespflege für ihre Kinder suchen, ist für Vreden Lilo Unger. Sie hat ihr Büro im Matthiashaus und ist zu erreichen unter Tel. (0 25 64) 93 28 12, oder per E-Mail: unger@skf-ahaus-vreden.de.
  • Für Eltern in Stadtlohn und Südlohn ist Waltraud Ostendarp-Deggerich im Pfarrzentrum St. Otger zuständig, Tel. (0 25 63) 9 04 60 11, oderauch per E-Mail: ostendarp-deggerich@skf-ahaus-vreden.de. Weitere Informationen zum Thema Tagespflege gibt es im Internet.
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