Das neue Edelstahlbecken wurde in der alte Becken aus Beton hinein gesetzt. © Victoria Garwer
Freibad

Video und Fotos: So sieht das sanierte Freibad mit Edelstahlbecken aus

Das alte Freibad in Vreden war marode und undicht. Jetzt glänzt dort ein Becken aus Edelstahl. Obwohl es erst nächstes Jahr eröffnet wird, wurde es schon mit Wasser gefüllt.

Ein gelb gefärbtes Blatt gleitet langsam über die Wasseroberfläche, die vom Wind leicht aufgeraut wird. Das orange-rote Blätterkleid der Bäume wirft dunkle Schatten, das Wasser hingegen schimmert in verschiedenen Blautönen. Es ist nicht die richtige Jahreszeit für einen Besuch im Freibad, doch das Wasser im neuen Edelstahlbecken sieht schon sehr einladend aus.

Die Arbeiten am Becken selbst sind seit der vergangenen Woche abgeschlossen. Am Donnerstag haben die Mitarbeiter angefangen, Wasser einzufüllen. Zum einen, um einen ersten Funktionstest durchzuführen. Zum anderen, um Schäden zu vermeiden.

„Das Becken ist nach unten dicht. Wenn also der Grundwasserspiegel stark ansteigt, würde es das gesamte Becken nach oben drücken“, sagt Bernd Brüggemann, Leiter der Fachabteilung Gebäude bei der Stadt Vreden. Das Wasser im Becken sorgt für einen Gegendruck und verhindert dieses Szenario somit.

Bauarbeiten um mehrere Monate verzögert

Zurzeit läuft zudem die Filteranlage in einem Testlauf. Diese ist auch der Grund für die Verzögerung der Bauarbeiten um mehrere Monate. Eigentlich sollte das neue Freibad nämlich schon zur Sommersaison 2021 öffnen, jetzt ist die Eröffnung für Mai 2022 geplant.

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So sieht das sanierte Freibad aus

Das Problem: Die alte Filteranlage reichte nicht aus für die größere Menge an Wasser im neuen Becken. Das hatte vorher niemand bedacht. Deswegen wurde ein zweites Filterelement angeschafft und mit der bestehenden Anlage verbunden. „Auch neue Rohre mussten deswegen verlegt werden“, sagt Kämmerer Jürgen Buckting.

Neben der Verzögerung hat das auch für Mehrkosten gesorgt. Aber: „Bislang sieht es so aus, als würden wir im Budget von rund 3,1 Millionen Euro bleiben“, so der Kämmerer. Noch sind aber nicht alle Abrechnungen da und die Bauarbeiten laufen ja auch noch.

Wege, Beete und Liegewiese fehlen noch

Die Bauarbeiter sind zurzeit damit beschäftigt, die Wege rund um das Becken anzulegen. Eine Besonderheit dabei ist, dass es nach hinten hin eine Steigung gibt. Das liegt in der Bauweise begründet.

Die Edelstahlteile wurden in das alte Betonbecken hinein gesetzt. Um trotzdem die Wassertiefe beizubehalten, ragt das Becken nun also aus dem Boden heraus. Im Nichtschwimmerbereich führen deswegen zwei Stufen hoch zum Becken.

Im hinteren Bereich aber war das nicht möglich wegen der Startblöcke. „Es wäre schlichtweg zu gefährlich und auch nicht zulässig, wenn jemand dort oben steht und es hinter ihm fast einen Meter in die Tiefe geht“, sagt Bernd Brüggemann. Deswegen wird hier Erde aufgefüllt, sodass das Becken ebenerdig liegt.

Ebenso erneuert werden die Durchschreitebecken. Diese wirken zurzeit noch etwas zusammenhangslos, doch sie sollen wieder wie vorher von Blumenbeeten eingefasst werden. Noch gebaut werden muss das neue Häuschen am Beckenrand. Dieses wird eine Doppelfunktion haben: Schwimmmeister-Häuschen und Lagerraum für Vereine.

Altes Becken aus Beton war schon lange undicht

Die Sanierung des alten Freibades war dringend notwendig. Denn das Becken aus angemaltem Beton war schon lange undicht. Außerdem durfte der Drei-Meter-Sprungturm nicht mehr genutzt werden, da die Wassertiefe nicht ausreichte.

Dieses Problem wurde nun behoben. Die neuen Sprungtürme können bedenkenlos genutzt werden dank einer Wassertiefe von 3,80 Meter. Im Nichtschwimmerbereich wurde die alte Rutsche durch eine neue ersetzt. Die ist etwas niedriger, aber dafür breiter.

Die Eröffnung des sanierten Freibades ist für Mitte Mai 2022 geplant. Schon jetzt durften die Schwimmbad-Mitarbeiter das neue Becken testen. „Kalt war es“, sagt eine Mitarbeiterin und lacht. Mehr als zwei Bahnen waren nicht drin – kein Wunder bei 13 Grad Wassertemperatur Mitte Oktober.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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