Schmitz Cargobull will in Vreden expandieren – doch ein Anwohner hatte etwas dagegen. © Markus Gehring
Meinung

Vreden bezahlt Kläger fürs Stillhalten: So nicht zur Nachahmung zu empfehlen!

Schmitz Cargobull will das Betriebsgelände erweitern, doch ein Anwohner klagt dagegen. Jetzt haben die Parteien eine Einigung erzielt. Die hat einen faden Beigeschmack, findet unser Autor.

Die geplante Erweiterung des Betriebsgeländes von Schmitz Cargobull hat mit der jetzt getroffenen Vereinbarung eine wesentliche Hürde genommen. Offenbar konnten das Unternehmen und die Stadt Vreden die Bedenken des Klägers in Hinblick auf Lärm- und Schadstoffemissionen zerstreut werden.

Das ist eine sehr gute Nachricht für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Vreden. Die Gemeinde hat ein vitales Interesse daran, einem solchen Unternehmen Perspektiven für weiteres Wachstum zu eröffnen. Das schafft Arbeitsplätze und generiert zusätzliche Steuereinnahmen.

Bemerkenswert hingegen ist der Umstand, dass diese Lösung erkauft worden ist – oder vielmehr von wem. Der Preis ist Geheimsache, doch die Summe brachte zur einen Hälfte Schmitz Cargobull und zur anderen Hälfte die Stadt Vreden auf. Hier sichert sich die Kommune das Wohlverhalten eines Bürgers mit dem Geld der Allgemeinheit und nicht das involvierte Unternehmen mit Milliardenumsätzen.

Es bleibt zu hoffen, dass ein solches Gebahren keine Nachahmer auf den Plan ruft. Ein weiterer Prozess vor dem Verwaltungsgericht in Münster steht noch im Raum – aber vielleicht lässt sich auch hier etwas machen mit ein wenig Bimbes aus der Stadtkasse.

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