Tom Tenostendarp, Jörg Lenhard und Karin Otto freuen sich, dass sich schon so viele Vredener am Markenbildungsprozess beteiligt haben. © Victoria Garwer
Markenbildungsprozess

Vredener äußern mehr als 700 Ideen für die neue Stadtmarke

Die Stadt Vreden ist auf der Suche nach einer neuen Marke samt Slogan und Logo. Mit einer Flyeraktion im Oktober haben die Verantwortlichen mehr als 700 Anregungen bekommen.

Etwas mehr als 700 Anregungen hat die Stadt im Markenbildungsprozess von den Vredener Bürgern bekommen. „Das ist ein sehr gute Quote“, findet Bürgermeister Tom Tenostendarp. Für solche Aktionen sei eine Rücklaufquote von einem Prozent normal, in Vreden waren es jetzt drei Prozent. „Das zeigt, dass sich die Vredener für ihre Stadt interessieren. Sie wollen teilhaben“, sagt Citymanager Jörg Lenhard.

Die Flyer unter dem Motto „Besser für Vreden“ wurden Ende Oktober an alle Haushalte verteilt. Die Vredener konnten auch über ein Onlineportal ihre Wünsche für die Zukunft der Stadt eintragen. „Natürlich sind da ein paar verrückte Ideen dabei“, sagt Tom Tenostendarp. Ganz beliebt ist da zum Beispiel der Wunsch nach einem McDonalds oder großen Modeketten.

Radverkehr, Nachhaltigkeit und junge Erwachsene

Aber die meisten Anregungen bringen die Verantwortlichen wirklich weiter. Karin Otto, Leiterin des Stadtmarketings, nennt drei Themenbereiche, die immer wieder vorkamen: Radverkehr, Nachhaltigkeit und Angebote für junge Erwachsene. „Für Jugendliche sind wir mit dem Jugendcampus schon gut aufgestellt. Aber den Menschen fehlen offensichtlich Freizeitangebote und Möglichkeiten zum Ausgehen für junge Erwachsene“, präzisiert Karin Otto.

Große Überraschungen haben die Antworten der Bürger nicht gebracht, aber eine Sache hat alle dann doch ein wenig gewundert. „Es gab nur ganz wenige Äußerungen, die grundlegend negativ waren. Viele sehen eben doch, wie schön Vreden sein kann. Natürlich kam auch Kritik, aber die war meist sehr konstruktiv“, erzählt Karin Otto.

Konkreter möchte sie die Anregungen der Vredener noch nicht wiedergeben. Schließlich sollen die Beteiligten auch im weiteren Verlauf noch ganz offen an die Sache rangehen. Denn die Bürgerbeteiligung war nur der allererste Schritt auf dem Weg zu einer neuen Marke.

Workshop soll die Ideen auf eine neue Ebene bringen

„Als nächstes kommt der philosophischere Ansatz“, sagt Karin Otto. „Was wollen wir werden? Was können wir werden? Und was geht eben nicht? Die Marke soll Vreden in fünf Jahren darstellen.“ Mit diesen Fragen sollen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft in einem Workshop beschäftigt. Dieser soll Anfang März stattfinden – solange die dann geltenden Corona-Maßnahmen es zulassen. Eine Agentur wird diesen Prozess begleiten und all die Ideen in einer Marke zusammenfassen.

Außerdem wollen die Verantwortlichen Gespräche führen mit Institutionen, Organisationen und Vereinen und diese nach ihren Vorstellungen fragen. „Wir werden nicht alles berücksichtigen können, so ehrlich muss man auch sein. Aber es ist uns wichtig, möglichst viele Menschen einzubeziehen“, sagt Tom Tenostendarp.

Der Zeitplan sieht vor, dass die neue Marke samt Slogan und Logo im Sommer 2021 fertig ist.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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