Vredener können ihre Einzelhändler jetzt auf vielen Wegen unterstützen

mlzInnenstadt

Die Einzelhändler in Vreden leiden unter der Corona-Krise. Doch es zeigt sich auch etwas Positives: Viele Kunden wollen ihre lokalen Geschäfte in der Innenstadt wieder mehr unterstützen.

Vreden

, 22.04.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Jahren leidet der stationäre Einzelhandel unter der Konkurrenz im Internet. Jetzt hat auch noch das Coronavirus die Geschäfte in der Vredener Innenstadt zu wochenlangen Schließungen gezwungen. Doch eine gute Seite hat das Ganze: „Die Vredener merken wieder deutlich, wie sehr sie den Einzelhandel vor Ort brauchen. Das Image hat sich stark verbessert“, sagt Karin Otto vom Stadtmarketing.

Einzelhändler appellieren: Kauft lokal!

Viele wollen die Geschäfte unterstützen, wissen aber nicht so recht wie. „Ganz einfach: Kauft in Vreden ein! Versucht es wenigstens. Was ihr in Vreden nicht bekommt, bekommt ihr vielleicht in einer Nachbarstadt“, macht Brigitte Niehuis von Sport Niehuis ganz deutlich. Im Moment natürlich nur unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

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Das Sportgeschäft hat während der Corona-bedingten Schließung kurzerhand einen Lieferdienst auf die Beine gestellt. „Das wurde sehr gut angenommen. Wir haben vor allem viele Laufschuhe und Inliner verkauft, aber auch Gymnastikmatten und Hanteln“, berichtet Brigitte Niehuis. Schwimmsachen oder Skischuhe hingegen sind im Moment Ladenhüter.

Dieser Lieferdienst läuft auch weiter, obwohl das Geschäft mitten in der Innenstadt seit Montag wieder geöffnet ist. „Es gibt ja auch viele Kunden, die nicht aus dem Haus gehen dürfen oder wollen“, so Brigitte Niehuis.

Lieferdienst wird weiter angeboten

Auch das Team von „Kids Corner“ wird den Service aufrecht erhalten. „Wir schicken den interessierten Eltern per Whatsapp Fotos von Kinderkleidung. Sie können das aussuchen, was sie zum Anprobieren haben wollen. Wir bringen es vorbei und holen am nächsten Tag den Rest wieder ab“, erklärt Desiree Kemper.

Vier bis fünf Taschen finden so täglich den Weg zu den Familien. „Man lernt die Kunden noch einmal ganz anders kennen und man sieht, wie sie wohnen“, so Desiree Kemper. Persönlicher und schöner sei der Kontakt so geworden.

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Das merkt sie auch jetzt, wo das Geschäft an der Wassermühlenstraße wieder geöffnet ist. „Wir hatten an den ersten beiden Tagen fast mehr Umsatz als vorher. Viele kommen auch vorbei, um nur ein Teil zu kaufen“, berichtet sie. An die Hygieneregeln halten sich die Kunden dabei fast ohne Ausnahme.

Stadtmarketing Vreden hat einiges auf die Beine gestellt

Das Stadtmarketing Vreden hatte in den vergangenen Wochen alle Hände voll zu tun. So ist zum Beispiel in kürzester Zeit das Projekt „Vreden liefert“ entstanden. Auf einer Internetseite können Kunden nach Branchen aufgeteilt sehen, wer in Vreden welchen Service anbietet – und das sind gar nicht wenige.

Nun zum Start der Ladenöffnungen sind neue Banner und Aufkleber entstanden, die die Vredener zum Kaufen in den Geschäften vor Ort animieren sollen. Übrigens: In der Vredener Innenstadt gibt es nur sehr vereinzelt Ladenlokale mit mehr als 800 Quadratmetern. Die meisten dürfen also seit Montag wieder öffnen und tun das auch.

Digitaler Vreden-Gutschein ist auf dem Weg

„Wir sind außerdem mit Hochdruck zugange, den Vreden-Gutschein digital auf den Weg zu bringen“, sagt Karin Otto. Der sollte eigentlich im März eingeführt werden, doch die Händlerschulungen mussten abgesagt werden. Die werden nun nachgeholt, sodass die digitale Version des Gutscheins hoffentlich zum Muttertag im Mai erhältlich sein wird.

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Neu ist dann, dass das Guthaben nicht nur in einem Geschäft eingelöst werden kann. Die Kunden können den Betrag auf verschiedene Händler aufteilen.

Bis des soweit ist, ist die Papierversion des Vreden-Gutscheins weiterhin beim Stadtmarketing erhältlich. Das Büro im Kult öffnet am Montag (27. April) wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten.

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