Stadt, Land und Vereine stecken 595.790 Euro in Vredener Sportstätten

mlzModerne Sportstätten

Gleich 14 Projekte haben die Vredener Sportvereine beim Förderprogramm „Moderne Sportstätten“ bewilligt bekommen. Damit das möglich war, muss die Stadt nun tiefer in die Tasche greifen.

Vreden

, 10.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den nächsten zwei Jahren werden genau 595.790 Euro in die Vredener Sportstätten fließen. Das ist nur möglich, weil Land, Stadt und Vereine zusammenarbeiten. Das Konzept hat Ewald Krandick, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses vorgestellt.

Grundlage ist das Förderprogramm „Moderne Sportstätten“ vom Land NRW. Der Stadtsportverband hat bereits im November 2019 die Vredener Vereine darüber informiert und eine gemeinsame Linie festgelegt. „Wir waren uns direkt einig, dass möglichst alle Vereine davon profitieren sollen“, erklärte Ewald Krandick.

Also haben die Vereine überlegt, welche Maßnahmen bei ihnen am Fußballplatz, in der Reithalle, am Clubheim oder an den Außenanlagen anstehen. Doch zunächst mussten einige Hürden überwunden werden.

Vereine haben sich um einiges gekümmert

„Eine Voraussetzung des Förderprogramms ist, dass für die Sportstätte noch mindestens zehn Jahre ein Mietverhältnis bestehen muss“, sagte Ewald Krandick. Doch in einigen Verträgen zwischen der Stadt und den Vereinen stand ein jederzeit mögliches Kündigungsrecht. Die Verträge wurden geändert, damit die Fördergelder auch fließen können.

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Die Vereine haben Kostenvoranschläge eingeholt, sich untereinander abgestimmt und dann das Einverständnis der Stadt eingeholt. „Diese Zusammenarbeit hat uns sehr beeindruckt. Gut, dass wir einen Stadtsportverband gegründet haben“, sagte der Erste Beigeordnete Bernd Kemper.

Das bewog die Stadt auch dazu, tiefer in die Tasche zu greifen als eigentlich notwendig. Denn das Förderprogramm stellt für Vreden maximal 300.000 Euro zur Verfügung. „Wir hätten zwei, drei Projekte raussuchen können und die mit 90 Prozent fördern lassen. Aber dann hätten eben nur wenige Vereine profitiert“, meinte Ewald Krandick.

Stadt Vreden übernimmt 40 Prozent der Kosten

Also haben alle Vereine Anträge gestellt, jedoch nur auf eine 50-prozentige Förderung. So werden die 300.000 Euro gleichmäßig aufgeteilt. „Doch die Vereine können die restlichen 50 Prozent nicht alleine stemmen“, machte Ewald Krandick klar.

Und genau an diesem Punkt springt die Stadt ein. Sie übernimmt rund 40 Prozent der Kosten. „Weil wir es sinnvoll finden, dass alle Vereine was davon haben“, so Bernd Kemper. Dem stimmte der Sportausschuss zu.

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Vom Förderprogramm „Moderne Sportstätten“ sind inzwischen 306.450 Euro zugesagt. Die Stadt Vreden wird einen Zuschuss in Höhe von 229.761 Euro zahlen. Die restliche Summe von 59.597 Euro übernehmen die Vredener Sportvereine.

Diese Projekte werden von dem Geld umgesetzt:

  • Der Angelsportverein saniert seine Sanitäranlagen und die Außenbeleuchtung. Hinzu kommt eine energetische Modernisierung. Gesamtkosten: 60.592 Euro
  • Die Sportschützen sanieren ein Teildach und erneuern die Dämmung. Außerdem rüsten sie um auf eine elektronische Schießanlage. Gesamtkosten: 53.834 Euro
  • Der Reit- und Fahrverein ist mit mehreren Projekten vertreten: Eine Heizungsanlage, LED-Beleuchtung und eine Erweiterung der Unterstellmöglichkeiten für Traktoren stehen auf der Liste. Gesamtkosten: 91.046 Euro

Der Reit- und Fahrverein bekommt eine neue Heizung, eine LED-Beleuchtung und weitere Unterstellmöglichkeiten für Traktoren.

Der Reit- und Fahrverein bekommt eine neue Heizung, eine LED-Beleuchtung und weitere Unterstellmöglichkeiten für Traktoren. © Raphael Kampshoff

  • Grün-Weiß Lünten erneuert die Heizungsanlage und das Dach. Gesamtkosten: 83.223 Euro
  • Die Spielvereinigung renoviert die Terrasse und die Stufenanlage und erneuert am Clubheim die Fernster und Türen. Gesamtkosten: 111.793 Euro
  • Die Sportfreunde Ammeloe planen eine Dachsanierung. Gesamtkosten: 49.135 Euro
  • Der ASV Ellewick baut im Clubheim neue Fenster und Türen ein und plant einen Innenausbau. Gesamtkosten: 52.000 Euro
  • Der FC Vreden bekommt eine neue Beregnungsanlage und einen Soccerplatz. Gesamtkosten: 94.164 Euro

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