Simon Lechtenberg (l.) übergab den Staffelstab an Jens Laurich. Beide liefen für einen guten Zweck von Vreden in Richtung Münster. © Raphael Kampshoff
Vredener Sternläufer

Vredener Sternläufer joggen zum zweiten Mal für guten Zweck nach Münster

Zum zweiten Mal machten sich die Sternläufer von Vreden auf den Weg nach Münster, um Spenden für die Kinderkrebshilfe zu sammeln. Wegen Corona musste man kreativ werden.

Das Tageslicht haben die vier Vredener „Sternläufer“ am Samstag komplett ausgenutzt. Simon Lechtenberg joggte um 8.30 Uhr direkt nach Sonnenaufgang in Vreden los; Stefan Nagenborg lief um 16.45 Uhr mit dem Spendenscheck in Münster ins Ziel. Knapp 80 Kilometer betrug die Strecke, die sich die vier Läufer gerecht in 20-Kilometer-Etappen einteilten.

Am Ende war die Freude groß, einen Scheck in Höhe von insgesamt 11.600 Euro an Jan Schneider, Vorsitzender der Kinderkrebshilfe Münster, überreichen zu können. Dabei war eigentlich in diesem Jahr gar keine Aktionen der Sternläufer geplant gewesen, da wegen Corona fast alle sonst stattfindenden Läufe abgesagt wurden. Als aber das Unternehmen „Ventana“ auf die Sternläufer zukam und eine hohe Spende an die Kinderkrebshilfe in Aussicht stellte, machten man sich die Hobbysportler Gedanken, was man in der Kürze der Zeit noch realisieren könne.

Den Scheck übergaben die Läufer an die Kinderkrebshilfe Münster.
Den Scheck übergaben die Läufer an die Kinderkrebshilfe Münster. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Viele Ideen scheiterten daran, dass aus privaten oder gesundheitlichen Gründen keine ausreichende Laufform vorhanden war oder das geltende Corona-Regeln eine Ausführung erschweren. So einigte man sich auf einen Lauf von Vreden nach Münster in Staffelform. Jeder lief für sich alleine, begleitet nur von einer Fahrradeskorte.

5555 Euro als Startscheck von Ventana

Den Start in Vreden übernahm Simon Lechtenberg. Auf dem Firmengeländer von Ventana gab Stefan Schwanekamp einen Scheck in Höhe von 5555 Euro mit auf den Weg. Die letzten 555 Euro hatten die Mitarbeiter der Firma noch kurz vor dem Lauf gespendet.

Gleich nach dem Start kam es zu einem ersten kleineren Zwischenfall. Das Navigationsgerät am Fahrrad brauchte ein Update, welches ohne eine schnelle Internetverbindung nicht möglich war. Zum Glück hatten Läufer und Radbegleitung die Strecke auch auf ihren digitalen Uhren gespeichert und konnten so den ersten Teil der Strecke navigieren, während ein Helfer sich in der Zwischenzeit um das Update kümmerte.

Durch die Vredener Bauerschaften und vorbei an der Teufelsschlucht ging es für Simon Lechtenberg nach Stadtlohn, wo er nach 20 Kilometern den Staffelstab an Jens Laurich übergeben konnte. Er übernahm den zweiten Teil der Strecke.

Leichter Regen, aber gutes Laufwetter

Bei leichtem Regen, aber ansonsten gutem Laufwetter, ging es für den Läufer erst einmal in Richtung Gescher. Ab jetzt lief man zu großen Teilen auf der Strecke des Münsterland-Sternlaufs. Lediglich kleine Abweichungen wurden eingebaut, um die Innenstädte zu umgehen. Nachdem Jens Gescher passiert hatte, ging es durch Goxel nach Coesfeld, wo der Staffelstab an den dritten Läufer, unseren Mitarbeiter Raphael Kampshoff, übergeben wurde.

Hinter der Stadtgrenze von Coesfeld ging es für ihn auf ungewohntes Terrain. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch bergauf oder bergab, was sich beim Laufen in Vreden schlecht trainieren lässt. Vorbei am Kloster Gerleve ging es weiter Richtung Nottuln. Nachdem die letzten Hügel erklommen waren, war auch für Raphael Kampshoff nach 20 Laufkilometern sein Part beendet und er konnte an Stefan Nagenborg übergeben, der die letzten verbliebenen Kilometer in Angriff nahm.

Nach 20 Kilometern übergab Jens Laurich in Coesfeld den Stab an unseren Redakteur Raphael Kampshoff. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Direkt zu Beginn hatte Stefan Nagenborg einen steilen Anstieg, die Baumberge hoch, zu überwinden. Die durch den Regen aufgeweichte Strecke war auf diesem Teilstück sehr rutschig, was das Unterfangen noch schwieriger machte. Als der Teil geschafft war, hatte Stefan aber den läuferisch unschönsten Abschnitt zu bewältigen. Es ging nur noch entlang an verkehrsreichen Hauptstraßen nach Münster. Kurz bevor es dunkel wurde, erreichte Stefan am Nachmittag Münster und lief mit dem Spendenscheck über die Ziellinie.

Zu den 5555 Euro von Ventana kamen unter anderem noch 2000 Euro von Severt Maschinenbau, ein großer Scheck vom Bauunternehmen Heinrich Temmink und viele weitere, kleinere Spenden hinzu. „Wir freuen uns über eure tolle Aktion”, sagte Jan Schneider von der Kinderkrebshilfe Münster am Ziel. “In diesem Jahr haben wir deutlich weniger Spenden als sonst und freuen uns über alle, die euch unterstützt haben.”

Info:

Die Sternläufer sind vier Vredener Läufer, die sich zusammen getan haben, um „laufend“ Gutes zu tun. Mit verschiedenen sportlichen Aktionen sammeln sie Spenden für die Kinderkrebshilfe Münster.

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Ahaus, Heek und Legden am Abend

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