Vredener Unternehmen auf dem Treppchen

Innovationspreis Münsterland

Sie haben nicht nur Ideen, sondern auch Visionen: Die Unternehmen in der Region Münsterland. 15 von ihnen sind dieses Jahr für den Innovationspreis Münsterland 2013 nominiert worden. Am Mittwochabend fand die Preisverleihung in Ahaus statt.

AHAUS/VREDEN

16.10.2013, 18:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gefördert wird der Innovationspreis von de Sparkassen in der Region, der Westfälischen Provinzial Versicherung AG sowie der RWE Deutschland AG. Der renommierte Preis wird seit 20 Jahren im zwei-Jahres-Rhythmus verliehen und soll neben den ausgezeichneten Unternehmen vor allem auch die Region stärken. Das Ziel: Einen Wirtschaftsstandort mit einem innovativen Klima zu schaffen, welches die bereits vorhandenen Strukturen stärkt und das Münsterland über seine Grenzen hinaus als Standort intelligenter Technologien und bedarfsgerechter Produkte, Verfahren und Dienstleistungen bekannt macht. Kurzum: Innovationen sollen sichtbar gemacht und das Image des Münsterlandes als attraktiver Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt werden.

Erstmalig in einer eigenen Kategorie nominiert wurden in diesem Jahr auch mehrere so genannte „Start-up Unternehmen“ aus der Region. Journalist und Autor Dr. Hajo Schumacher, der die Preisverleihung im Atrium der Tobit Software AG moderierte, übergab den Preis an eine 2011 gegründete Firma aus Münster, der QC1 GmbH. Das Unternehmen koopierierte zuvor gemeinsam mit einem Unternehmen aus Altenberge und einer Universität in Groningen in den Niederlanden. Sie entwickelten ein Prüfverfahren im Bereich der Tumordiagnostik und der Krebstherapie.

In der Kategorie „Energie-innovativ“ erhielt die Firma Energie-Anlagen Röring GmbH aus Vreden den Innovationspreis. Gemeinsam mit der RWTH Aachen entwickelten sie das Produkt „UDR MonoTube“, ein Verfahren, dass kleineren Städten und Gemeinden erstmals ermöglichen soll, Klärschlamm anaerob zu stabilisieren. Die Ceno Membrane Technology GmbH, ein Unternehmen aus Greven, erhielt den Innovationspreis in der Kategorie „Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“. Das Unternehmen entwickelte zusammen mt dem Fraunhofer-Institut eine mobile Lärmschutzwand, die den Lärmschutz erheblich optimieren soll und dabei sehr flexibel und mobil sein soll.

Altbewährt und dennoch völlig neu entwickelt hat die Firma Ruthmann aus Gescher-Hochmoor ihre berühmten Lkw-Hubarbeitsbühnen. Diese sollen nun bisher nicht erfülbaren Anforderungen entsprechen, weshalb das Unternehmen jetzt den Innovationspreis in der Kategorie „Wirtschaft“ erhielt. Darüber hinaus vergab die Jury in diesem Jahr erstmals zwei Sonderpreise. So erhielt die Tischlerei Albersmann aus Vreden einen Sonderpreis in Form einer Auszeichnung mit dem Titel „klein aber pfiffig“. Mit nur fünf Mitarbeitern entwickelte die Firma einen Klemmschutz für Finger um Quetschverletzungen vorzubeugen.

Der zweite Sonderpreis ging an die Westfalenfleiß GmbH aus Münster, die mit der FH Münster gemeinsam eine neue Produktpalette entwickelte, an der auch Menschen mit Behinderung mitarbeiteten. Dafür gab es einen Sonderpreis mit dem Titel „soziale Innovation“. Bei den Kategorien verzeichnete die zuständige Jury in diesem Jahr einen deutlichen Bewerbungszuwachs, was „deutlich macht, welches Potenzial in dieser Region steckt und dass wir alle mit innovativer Kraft nach vorne arbeiten“, so Klaus Ehling

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