Vredener Weltreisender will Nachhaltigkeits-Projekte fördern

Reise mit Mission

Ein Zimmermann geht auf die Walz. Und ein Umweltmanager? Jonas Sonnenschein und sein Studienfreund Gregory Eve wollten auch in die Welt hinaus, selbst dazu lernen und ihr erworbenes Know how weitergeben. Jetzt sind sie „auf Tour“: Am Montag sind sie aufgebrochen zu ihrer „Weltreise zur Nachhaltigkeit“. Erster Stopp: Amman, Hauptstadt Jordaniens.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 21.04.2011, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gregory Eve (l.) und Jonas Sonnenschein wollen die Welt bereisen.

Gregory Eve (l.) und Jonas Sonnenschein wollen die Welt bereisen.

Der gebürtige Vredener hat sich da eine Menge vorgenommen. „Wir wollen in verschiedenen Ländern, verschiedenen Bereichen, verschiedenen Teilen der Gesellschaft verstehen, was es heißt nachhaltig zu konsumieren und zu produzieren“, beschreiben Jonas und Gregory ihre Ziele. In jedem Land gibt es dafür verschiedene Ansätze. In Amman zum Beispiel besuchen die beiden eine Schule und pflanzen mit Schülern Bäume.Darüber hinaus sind sie an einem Projekt beteiligt, das die Bildung für Erneuerbare Energien-Technik in Jordanien etablieren möchte. „Während mit den Schülern nachhaltiger Konsum im Vordergrund steht, werden wir in Unternehmen gemeinsam an nachhaltigen Produktionsweisen arbeiten“, erläutert Sonnenschein. Zusätzlich zu „Klassikern“ wie Energie- und Wassereffizienz, Chemikalien und Abfall wollen er und sein Kollege versuchen, neue Impulse für das Umweltmanagement im Unternehmen zu geben und Nachhaltigkeitsstrategien anzuregen. Auch im Tourismus: In der Türkei steht der Besuch eines Projektes des Reiseveranstalters TUI an. Dabei geht es um die Konkurrenz von Touristen und Meeresschildkröten bei der Nutzung des Strandes.

Spannend und abwechslungsreich hört sich die „Weltreise zur Nachhaltigkeit“ an. Acht Monate haben sich die Umweltmanager als „Zeitfenster“ gesetzt, wollen mit einem Bulli reisen und dabei auch der Frage nachspüren, was eigentlich genau Nachhaltigkeit bedeutet. Obwohl sie sich viele Jahre mit dieser Frage beschäftigt haben, könnten sie keine umfassende Antwort geben, betonten die beiden auf ihrer Internetseite: „Wir haben uns vor allem in Nordeuropa mit diversen Aspekten der Nachhaltigkeit beschäftigt – sowohl in der Bildung als auch in Unternehmen. Aber welche Bedeutung Nachhaltigkeit in anderen Teilen der Welt hat, haben wir noch nicht vollständig erfasst, und das ist der Anlass für diese Tour“.

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