Wegen "Stammfäule": Alleebäume müssen gefällt werden

VREDEN Obwohl der größte Teil der rund 400 Roteichen an der Winterswijker Straße (Kreisstraße 24) geschädigt ist, möchte der Kreisbetrieb für Gebäude, Straßen und Grünflächen den Alleencharakter weiterhin erhalten, so die Behörde in einer Pressemitteilung. Daher würden nun jeweils jährlich abschnittsweise jeweils 20 dieser Bäume gefällt und durch Neuanpflanzungen ersetzt.

20.03.2009, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen "Stammfäule":  Alleebäume müssen gefällt werden

<p>Viele Alleebäume weisen laut Kreis "Anfahrschäden" auf.</p> <p>Bütterhoff</p>

In Abstimmung mit der Stadt Vreden und der Unteren Landschaftsbehörde sollen voraussichtlich am Montag Mitarbeiter des Kreisbetriebs unmittelbar am Grenzübergang erstmals mit der Fällaktion beginnen. In dem Bereich ist die Kreisstraße ohnehin voll gesperrt, weil auf niederländischer Seite Bauarbeiten durchgeführt werden.

2007 hatte der Kreis Borken ein Gutachten zum Zustand der Roteichen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis sei eindeutig gewesen, berichtet Ralf Jürgens, Leiter des Kreisbauhofs: Viele Bäume waren sehr stark geschädigt. Vor allem wiesen sie die von außen kaum erkennbare "Stammfäule" auf. Einige hatten daher sogar sofort entfernt werden müssen. Außerdem zeigten sich an der Rinde häufig "Anfahrschäden": Nach Einschätzung von Jürgens schrammen offenkundig nicht selten Kastenwagen die Alleebäume. Die Fällaktion wird voraussichtlich drei Tage dauern. Dabei werden auch die Stümpfe herausgefräst. Das Holz wird der Kreis vermarkten.

Im Herbst dieses Jahres folgt die Neuanpflanzung der Bäume. 2010 soll es dann im nächsten Abschnitt weitergehen. Lediglich über die gesamte Strecke verteilt einzelne Eichen zu fällen, mache laut Darstellung des Kreisbauhofleiters keinen Sinn, da die neuen Bäume aufgrund der dann ungünstigen Lichtverhältnisse nicht anwachsen würden.

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