Widukindstadion und Schulcampus: So geht es nach dem Bürgerentscheid jetzt weiter

mlzSchulzentrum Vreden

Das Widukindstadion muss bleiben. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids. Jetzt hat der Rat sich damit beschäftigt, wie und in welchem Zeitraum die Forderungen umgesetzt werden können.

Vreden

, 04.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon beim Blick in die Vorlage der Ratssitzung wird deutlich, dass sich seit dem Bürgerentscheid etwas verändert hat. Der Tagesordnungspunkt heißt nicht mehr Schulcampus, sondern Widukindstadion. Schließlich haben 63 Prozent der Vredener im Mai für den Erhalt der Schulstraße und der Rundlaufbahn gestimmt und damit den Ratsbeschluss zum Schulcampus aufgehoben. Fünf Wochen nach dem Bürgerentscheid hat sich der Rat jetzt damit beschäftigt, wie es weitergeht.

In einer Sache sind sich alle einig: Es soll möglichst schnell eine Entscheidung über einen neuen Plan geben, spätestens bis Ende des Jahres. Das haben die Vorsitzenden aller Fraktionen gemeinsam festgelegt und diese Vorgabe an die Verwaltung weitergegeben. „Das erwarten die Bürger jetzt von uns“, sagte Elmar Kampshoff (UWG).

Widukindstadion mit 300- oder 400-Meter-Bahn?

Grundlegend dafür ist zunächst die Frage, ob es eine 300- oder 400-Meter-Bahn werden soll. Das ist im Bürgerentscheid nämlich nicht festgelegt. „Erst wenn wir das wissen, können wir weiter planen“, sagte Bernd Kemper, Erster Beigeordneter. Der Rat möchte diese Entscheidung in der nächsten Sitzung im September treffen.

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Danach werden die Politiker sich noch mit einigen weiteren Fragen beschäftigen müssen. Denn beim Bürgerentscheid wurde nicht über einen fertigen Plan abgestimmt. Die drei Vorgaben jedoch muss der Rat nun einhalten: Die Schulstraße muss erhalten und optimiert werden, die Rundlaufbahn muss bleiben und auf eine Drei- oder Vierfachhalle muss verzichtet werden.

Viele offene Fragen zur Neugestaltung des Schulzentrums

Offene Fragen laut Verwaltung:

  • Wie soll die Innenfläche der Rundlaufbahn gestaltet werden?
  • Soll der Everplay-Platz weiter genutzt werden oder kann die Fläche anderweitig verplant werden?
  • Zwischen den Schulgebäuden ist eine Dreifachhalle ausgeschlossen. Wäre sie an einem anderen Standort möglich?
  • Sollen neben dem Schulsport weitere Leichtathletikdisziplinen wie Hochsprung oder Sperrwurf ermöglicht werden?
  • Wie kann dem Wunsch des TV Vreden entsprochen werden, beim Bau einer eigenen Halle Bauherr zu sein?
  • Wie soll die Schulstraße verkehrstechnisch optimiert werden?

Antrag und Gegenantrag zur Schulstraße

Zu der letzten Frage gibt es bereits zwei Bürgeranträge. Einer beinhaltet die Forderung, die Schulstraße zu einer echten Einbahnstraße zu machen und an der Ausfahrt zur Widukindstraße eine Rechts- und eine Linksabbiegerspur zu markieren.

Widukindstadion und Schulcampus: So geht es nach dem Bürgerentscheid jetzt weiter

Wie die Schulstraße optimiert werden soll, wird im Laufe der Diskussion entschieden. © Victoria Thünte

Die ersten Reaktionen im Rat dazu waren eher negativ. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dadurch die Situation sicherer wird“, meinte Winfried Schroer (CDU). Dem stimmte Gerd Welper (Grüne) zu: „Dann wäre eine Blickrichtung beim Abbiegen immer von einem nebenstehenden Fahrzeug blockiert.“ Aus ähnlichen Gründen gibt es deswegen auch einen Gegenantrag von Anwohnern, die befürchten, dass sich dadurch der Verkehr an der Ausfahrt zur Widukindstraße knubbelt.

Der Rat hat beide Anträge in den Bauausschuss verwiesen. Über die Optimierung der Schulstraße soll im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Schulzentrums entschieden werden.

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