Wilde Jagdszenen am Himmel über dem Vredener Modellflugplatz

Modellflieger Vreden

Tolle Flugaktionen und Abstürze zogen am Samstag zahlreiche Zuschauer zum Modellflugplatz nach Vreden-Köckelwick. Die Piloten kämpften dort im „Aircombat-Wettbewerb gegeneinander.

Vreden

, 06.11.2018 / Lesedauer: 3 min
Wilde Jagdszenen am Himmel über dem Vredener Modellflugplatz

Mit einem großen Feuerwerk kämpfen die Maschinen der EPA-Klasse um den Titel. fotos Kampshoff © Raphael Kampshoff

Elf Piloten, die in unterschiedlichen Wertungsklassen starteten, traten am Samstag zum letzten Wettbewerb des Jahres im Aircombat an. Beim Aircombat starten bis zu sieben Modelle gleichzeitig. Ziel ist es, den anderen Modellen den sogenannten Streamer – ein zwölf Meter langes Papierband – abzuschneiden, ohne den eigenen zu verlieren.

Wilde Jagdszenen am Himmel über dem Vredener Modellflugplatz

Eindrücke vom Aircombat-Wettbewerb auf dem Platz des Veriens „Grenzflieger“ in Vreden-Köckelwick © Raphael Kampshoff

Zusatzpunkte gibt es dafür, solange wie möglich innerhalb der Wettkampfzeit, in der Luft zu bleiben. „Aircombat ist das RTL unter den Wettbewerben, hier bestimmen Action und Abstürze das Geschehen“, sagte Dirk Wesseler vom Gastgebenden VMC Grenzflieger Vreden vor dem Start.

Die Stimmung unter den Piloten ist freundschaftlich. Man kennt sich von den unterschiedlichen Wettbewerben und hilft sich gegenseitig. Für die Flugleitung ist das angenehm, da die Abläufe nicht mehr erklärt werden müssen und auch jeder Pilot

Wilde Jagdszenen am Himmel über dem Vredener Modellflugplatz

Eindrücke vom Aircombat-Wettbewerb auf dem Platz des Veriens „Grenzflieger“ in Vreden-Köckelwick © Raphael Kampshoff

gerne als Schiedsrichter für die anderen zur Verfügung steht.

Die Piloten mit der weitesten Anreise kamen aus Hamburg, einige waren schon am Vortag mit dem Wohnmobil und Übernachteten am Platz gekommen. Mit einem gemeinsamen Frühstück begann der Tag im Vereinsheim, bevor es zur Wettkampfbesprechung und in die ersten Vorrunden ging. Rund 30 Zuschauer standen schon zu Flugbeginn am Platz, um sich das Spektakel in der Luft anzuschauen. Am lautesten wurde es, wenn sich die Modelle in der Luft trafen. Dabei kommt es schon zu Unfällen, bei denen die Modelle nicht mehr gerettet werden können. Zum ersten Mal beim Aircombat startete Thomas Wesseler aus Vreden. Er benötigt rund eine Woche um ein Flugzeug für den Wettbewerb zu bauen. Die Karosserie der Modelle sei aber nicht so teuer, so dass ein Absturz kein finanzielles Drama darstellt, betonte der Vredener. Der Motor und eingebaute Empfänger dagegen seien unverwüstlich und nach einer Bruchlandung weiter zu gebrauchen.

Wilde Jagdszenen am Himmel über dem Vredener Modellflugplatz

Eindrücke vom Aircombat-Wettbewerb auf dem Platz des Veriens „Grenzflieger“ in Vreden-Köckelwick © Raphael Kampshoff

Während der gemeinsamen Mittagspause durchstöberte eine große Gruppe Piloten und Zuschauer das angrenzende Rapsfeld, um nach einem abgestürzten Modell zu suchen. Die Karosserie wurde auch schnell gefunden, einzig der Motor tauchte nicht mehr auf. Zum Abschluss gab es im Finale der WW1-Klasse ein großes Feuerwerk. Die vier Vredener Starter konnten sich nicht in den vorderen Rängen platzieren, aber Thomas Wesseler freute sich trotzdem: „Ich bin in meinem ersten Wettbewerb nicht Letzter geworden.“

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