Wo in diesem Jahr die Bagger rollen werden

Ein Ausblick

Der Blick in die Zukunft braucht keine Glaskugel. Was sich im nächsten Jahr in Vreden tut, ist nachzulesen. Zum Beispiel im Integrierten Handlungskonzept.

VREDEN

, 02.01.2016, 05:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da steht Schwarz auf Weiß, welche Großprojekte im neuen Jahr das Gesicht der Stadt verändern: der Umzug des Busbahnhofs an den Viehmarkt, der Bau der Kulturachse und die Gestaltung des "Stadteingangs Süd". Ganz in der Nähe liegt außerdem noch ein weiteres millionenschweres Vorhaben, das in diesem Jahr seiner Vollendung entgegen strebt: das Kulturhistorische Zentrum.

Ein Ausblick

Der Busbahnhof wechselt mehr als seinen Standort. Er bietet auch mehr Platz - für die Reisenden selbst, für ihre Fahrräder und auch für die modernen Gelenkbusse. Dem ging ein langer Entscheidungsprozess voraus. Welche Lösung sollte es werden - die große oder die kleine? Darüber herrschte bis zum Schluss keine Einigkeit. Denn davon hing auch etwas anderes ab: Die größere Variante braucht mehr Platz, das Ehrenmal musste also schon allein aus diesem Grund vom Viehmarkt an einen neuen Standort. Der ist inzwischen gefunden und wird am Ende genau dem entsprechen, was schon ganz am Anfang als Wunsch der Bürgerstiftung an die Stadt herangetragen worden war: der Garten der Ruhe.

Kulturachse als neue Wegeführung

Die Kulturachse soll am anderen Ende der Innenstadt die Baustellenphase beenden. Eigentlich geht es nur um eine neue Wegeführung zwischen dem Markt und dem Kulturhistorischen Zentrum. Doch die Erwartungen sind höher, die mit der Kulturachse verbunden sind. Sie soll selbst in sich Aufenthaltsqualität schaffen, soll eine städtebauliche Einladung vom Kulturhistorischen Zentrum aus in Richtung Innenstadt darstellen und in umgekehrter Richtung die neue Institution mit Walberthaus, Kirche und Stadtzentrum auf direkte, fußläufig leicht erfahrbare Weise verbinden.

Klingt nach Zukunftsmusik, wird es aber nicht bleiben: Noch in diesem Jahr rollen die Bagger. Das sollen sie auch etwas weiter südlich, jenseits von Ausbach und Berkel. Wo jetzt nur ein paar Parkplätze eher schmucklos neben der Hamalandhalle liegen, soll das Umfeld sich in einen "Stadteingang" verwandeln. Auch dafür haben sich die Planer einiges ausgedacht. Am Ende könnte ein Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt - und gleichsam die Tür öffnet hin zu einem Brückenschlag durch die Grünzone bis zum Kulturhistorischen Zentrum.

Über Planung diskutiert

Aber ganz ohne Diskussionen war die Planung auch für dieses Vorhaben nicht zu verwirklichen gewesen. Denn östlich der Sporthalle liegt das alte Ateliergebäude des Künstlers Walter Wittek. Nach einigen Gesprächen gab es aus seiner Sicht Entwarnung: Dieser Bereich ist von der Überplanung ausgespart worden.

Richtig festlich werden soll es in Vreden schließlich noch im Dezember: Im neuen Kulturhistorischen Zentrum werden die Sektkorken zur Eröffnung knallen dürfen - ein Großprojekt, das als kultureller Leuchtturm nicht nur viele Aufgaben in der Kulturarbeit des Kreises vereint. Das "Kult" soll auch eine Wechselwirkung mit der Stadt entfalten, die ihm eine Heimstatt gibt und die in diesem Jahr weiter ihr Gesicht verändern wird.

 

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