Auch an der Twicklerstraße 11 sieht die Stadt Vreden keine Perspektive für das Ladenlokal. © Markus Gehring
Meinung

Wohnraum statt leerer Läden: Das ist sinnvoll angelegtes Geld!

Vreden hat viel erreicht bei der Bekämpfung der Leerstände in der Innenstadt. Das reicht aber noch nicht. Deswegen muss das Problem weiter aktiv angegangen werden. Auch mit Geld, findet unser Autor.

Vreden kann stolz auf sich sein. 22 Ladenlokale sind in der Innenstadt mit Hilfe eines Landesprogramms wiederbelebt worden. Drei weitere brachte das Citymanagement an den Mann. Das sind sehr gute Nachrichten, von denen viele, viele Kommunen in der Republik nur träumen können.

Aber die Stadt muss am Ball bleiben – und das will sie auch. Mit einem neuen Programm sollen die Besitzer von leerstehenden Ladenlokalen motiviert werden, ihre Immobilien umzunutzen. Dafür bekommen sie ein Viertel der Umbaukosten bezuschusst. So könnte künftig – dringend benötigter – Wohnraum entstehen in –nicht mehr benötigten – Ladenlokalen, bei denen die Verwaltung keine Perspektiven mehr sieht. Eine klassische Win-Win-Situation, könnte man meinen.

Auf der anderen Seite ist es berechtigt, wenn beispielsweise Kasper Neuendorf (FDP) Bauschmerzen verspürt, weil die öffentliche Hand hier Umbauten von Privatpersonen subventionieren soll. Nur: Funktionieren die Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage noch auf dem Gewerbeimmobilienmarkt in der Innenstadt? Zweifel sind angebracht.

Tatsächlich ist es überlegenswert, welche Auflagen die Stadt mit der Förderung verknüpft. Luxus-Wohnungen sollten mit dem Geld der Allgemeinheit nämlich nicht finanziert werden. Grundsätzlich aber gilt, was Ratsfrau Brigitte Niehuis (CDU) sagte: „Das ist sinnvoll angelegtes Geld.“

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