Der Popup-Freizeit lockte zahlreiche Vredener auf das Bierbaum-Gelände – und am zweiten Wochenende spielte auch das Wetter mit. © Oliver Kleine
Pop-Up-Freizeitpark

Zehn Tage Rummel in Vreden sorgten für Tausende glückliche Gesichter

Zehn Tage Popup-Freizeitpark sind vorüber – und aus Sicht von Stadt und Schaustellern war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Derweil laufen schon die ersten Vorbereitungen für das nächste Jahr.

Nicht mal einen Tag später ist kaum noch etwas zu sehen von dem Rummel, der zehn Tage lang für Leben auf dem ehemaligen Bierbaumgelände gesorgt hatte. Die Schausteller sind fast alle weg, noch am Montagabend, als um 22 Uhr Feierabend war, hatten sie mit den Abbauarbeiten angefangen. Zeit ist bekanntlich Geld und das gilt besonders für dieses Gewerbe, das stark unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden hatte.

„Wir waren froh, nach eineinhalb Jahren Durststrecke eine solche gute Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, sagte Philipp Heitmann vom Schaustellerverband der Redaktion. Mit dem Verlauf des Pop-Up-Freizeitparks, der eine Art Ersatzveranstaltung für die Vredener Kirmes ist, seien die Schausteller „zufrieden“.

Letztlich kamen seiner Einschätzung nach zwischen 23.000 und 25.000 zahlende Besucher. Kinder unter zehn Jahren durften gratis rein, die kommen natürlich oben drauf. Am zweiten Wochenende hätte das Wetter zudem nicht besser sein können.

Stadt Vreden: „Tolle Alternativveranstaltung“

Auch die Stadt Vreden zieht ein positives Fazit: „Es ist sehr gut gelaufen“, freute sich Marktmeister Jan Wenning. „Das war eine tolle Alternativveranstaltung.“ Er habe nur positive Rückmeldungen von den Schaustellern bekommen.

Und auch die Vredener hätten mitgespielt: „Viele haben sich darauf gefreut, wieder die Gerüche und Geschmäcker, den Trubel wahrzunehmen.“ Zwischenfälle habe es keine gegeben. Nur am Samstagabend musste das Sicherheitspersonal einige offenkundig alkoholisierte Gäste an ihre gute Kinderstube erinnern.

Normalerweise kommen bei der klassischen Vredener Kirmes 100.000 bis 120.000 Besucher – aber das sei nicht zu vergleichen, betont Philipp Heitmann. „Da kommen mehr Menschen aus dem Umland. Wir hatten an fast allen Tagen viele Familien auf dem Platz.“

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Pop-Up-Freizeitpark in Vreden

Das Konzept der Alternativveranstaltung ist seiner Einschätzung nach aufgegangen, auch wenn alle Beteiligten hier Neuland betreten hätten – im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der Innenstadtkirmes sind die Plätze und Abläufe bekannt, nur bei dem Pop-Up-Freizeitpark an der Ottensteiner Straße fingen die Macher wieder bei Null an.

Die Stadt Vreden hatte eigens einen Zuschuss gewährt, damit die Schausteller den Abbruchplatz herrichten konnten. Die Schausteller organisierten alles von den Zäunen bis zu den Mülleimern und richteten den Abbruchplatz her.

Der Bierdurst wurde um die Ecke gestillt

Auch die Gastronomie im Ortskern profitierte vom Pop-Up-Freizeitpark – nicht ohne Grund, gab es doch im Gegensatz zur „normalen“ Vredender Kirmes keinen Alkoholausschank. Das spürte auch Klaus Nünning vom Alten Gasthaus Stroetmann: „Der ein oder andere ist schon rübergekommen, das konnte man freitags und samstags schon merken.“

Auch Sebastian Esposito vom Chippy’s hatte Gäste bei sich, die zuvor auf dem Bierbaum-Gelände gewesen waren: „Man sah schon, dass die Leute da herkommen.“ An den Wochenenden sei es besonders voll gewesen.

Marktmeister Jan Wenning schaut derweil schon auf das Jahr 2022: „Wir planen jetzt erstmal ganz normal für das nächste Jahr mit der Vredener Kirmes.“ Viele Bewerbungen von Schaustellern seien bereits eingetroffen. Viele Veranstaltungen, so Jan Wenning weiter, sollen im Herbst wieder ganz normal laufen, etwa der Send in Münster.

Die Vredener können also auf ein Comeback der Kirmes im kommenden Jahr hoffen – insofern die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht.

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